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Klinikum Kaufbeuren
Klinikum Kaufbeuren Klinik Füssen

Frauenheilkunde und Geburtshilfe Kaufbeuren

Unsere Frauenklinik bietet das komplette Spektrum der Frauenheilkunde. Ca. 1.350 Operationen mit modernen und schonenden OP-Verfahren werden bei uns angeboten. Es finden ca. 950 Geburten jährlich statt. Es sind drei modern ausgestattete Kreißsäle sowie ein Wasserentbindungsraum vorhanden. Als perinataler Schwerpunkt versorgen wir gemeinsam mit der Pädiatrie Frühgeburten ab der 32+0 SSW. Die enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik, vor allem mit dem Teilbereich der frühkindlichen Intensivstation, garantiert Sicherheit für Mutter und Kind, auch bei Risiko- und Hochrisikoschwangerschaften.

Liebe werdende Eltern, liebe werdende Mutter, die Geburt eines Kindes ist immer ein ganz besonderer Moment im Leben einer Familie. Zum Thema Geburtshilfe finden Sie umfangreiche Informationen auf der Kreißsaalseite.

Das Spektrum umfasst die

  • Gynäkologische Onkologie

Die Behandlung bösartiger Erkrankungen ist bei uns ein wichtiger Bereich. Ca. 45% aller Krebsneuerkrankungen bei Frauen sind gynäkologische Tumore, davon ca. 31% Erkrankungen der Brustdrüse. In der gynäkologischen Onkologie ist die Brustchirurgie ein besonderer Schwerpunkt.  Das Brustkrebszentrum Kaufbeuren ist nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Neben Brustkrebs behandeln wir alle weiteren gynäkologischen Krebserkrankungen (Gebärmutter-, Eierstocks- und Gebärmutterhalskrebs, Scheiden- und Schamlippenkrebs). Eine optimale onkologische Therapie wird durch unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht. Jede Patientin erhält eine individuell angepasste leitliniengerechte Behandlung, psychoonkologische Betreuung und Mitversorgung durch unseren Sozialdienst. Die Planung und Organisation der Behandlung erfolgt nach Diskussion in der interdisziplinären Tumorkonferenz.

  • Operative Gynäkologie

Wir bieten ein modernes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen im gesamten Spektrum der operativen Gynäkologie mit Schwerpunkt minimal-invasiver Techniken, wovon Sie als Patientin erheblich profitieren und häufig lange  Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

  • Wir führen Operationen bei Inkontinenz und Beckenbodenschwäche durch, dabei kommen modernste OP-Techniken zum Einsatz.
  • Ambulante Eingriffe
  • Konservative Behandlung gynäkologischer Erkrankungen
  • 24 Stunden Notdienst
  • Perinatologischer Schwerpunkt mit Entbindung ab der 32+0 SSW und Behandlung von Erkrankungen in der Schwangerschaft
  • Spezialsprechstunden:
    • Brustsprechstunde
    • Dysplasiesprechstunde (Spezialsprechstunde für Frauen zur Abklärung auffälliger Abstriche (Kolposkopie und Biopsie), die im Rahmen der Krebsvorsorge festgestellt wurden)
    • Beckenboden/Inkontinenz-Sprechstunde
    • Geburtsplanungen
    • Operationsplanungen
Ambulante Operationen

Dabei wird in einer kurzen Vollnarkose zunächst mit Stiften der Gebärmutterhals aufgedehnt, um anschließend mit einer Art Löffelchen (Kürette) Schleimhautgewebe zu entnehmen.

Dabei wird in einer Kurznarkose ein kegelförmiger „Konus“ aus dem Gebärmutterhals ausgeschnitten. Die Veränderung wird zuvor über Kolposkopie (siehe dort) genau lokalisiert damit nur so viel Gewebe wie nötig entfernt wird.

Die Gebärmutter wird mit einer kleinen Kamera von innen betrachtet (unter Wasser), um gegebenenfalls auffälliges oder für eine Blutung verantwortliches Gewebe (z.B. Polypen oder kleine Myome) über eingeführte Instrumente zu entfernen.

  • Endometriumablation: Operative Hysteroskopie, bei der die Schleimhaut mit Hilfe einer elektrischen Schlinge nahezu komplett abgetragen/verkocht wird.

Zur Abklärung zum Beispiel von unklaren Bauchschmerzen oder unerfülltem Kinderwunsch (siehe unter minimal-invasive Chirurgie), Sterilisation.

Kleine Eingriffe an Scheide und äußerem Genitale

  • Eröffnung/ Marsupialisation einer Bartholinischen Zyste/ eines Bartho-linischen Abszesses
  • Condylom-Abtragung
  • Entfernung von Scheidenpolypen
Minimal-invasive Chirurgie

Mit einer dünnen Kanüle wird durch einen kleinen Schnitt im Nabel Kohlensäuregas (CO2) in den Bauchraum geleitet. Anschließend wird die Optik durch eine größere Hülse eingeführt. Dann erfolgen unter Sicht zumeist ein bis zwei weitere Einstiche knapp oberhalb der Schamhaargrenze für Zusatzinstrumente, mit deren Hilfe man operative Eingriffe an den inneren Geschlechtsorganen durchführen kann.
Indikationen:

  • Abklärung bei chronischen Unterbauchschmerzen
  • Sanierung von Endometrioseherden
  • Laparoskopische Sterilisation
  • Nachweis der Eileiterdurchgängigkeit bei unerfülltem Kinderwunsch: Chromopertubation
  • Laparoskopisches Lösen von Verwachsungen
  • Laparoskopische Ausschälung von Eierstockzysten und gutartigen Tumoren
  • Entfernung von Eierstöcken und Eileitern
  • Entfernung einer Eileiterschwangerschaft (meist organerhaltend)
  • LASH (laparoskopische suprazervikale Hysterektomie):
  • TLH (totale laparoskopische Gebärmutterentfernung)
  • LAVH (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie)
  • Laparoskopische Entfernung von Myomen
Weitere Leistungen:

Vaginale Hysterektomie (durch die Scheide)

Die Gebärmutter wird von vaginal nach unten gezogen. Es erfolgt die schrittweise Abpräparation aus dem umliegenden Bindewegebe, den Haltebändern, den versorgenden Blutgefäßen, die Trennung von der angrenzenden Blase sowie dem nach hinten angrenzenden Enddarm und Abtrennung der Eierstöcke und Eileiter.

Abdominale Hysterektomie (per Bauchschnitt)

Nach Anlegen eines Bauchschnitts knapp oberhalb der Schamhaargrenze und Eröffnung der einzelnen Schichten der Bauchdecke, wird die Gebärmutter aus Ihrer Umgebung und den abgehenden Strukturen gelöst und schließlich von der Scheide abgetrennt.

Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie (per Bauchspiegelung, gebärmutterhalserhaltend):

Der obere Teil der Gebärmutter wird von der Umgebung gelöst. Der Gebärmutterhals wird durch eine elektrische Schlinge vom Gebärmutterkörper abgetrennt und belassen. Der Gebärmutter (zusammen mit Myomen) wird zerkleinert mit einem sogenannten Morcellator und dann über einen der kleinen Einstiche aus dem Bauchraum entfernt.

LAVH (durch die Scheide kombiniert mit einer Bauchspiegelung)

Die gesamte Gebärmutter wird schrittweise von Eierstöcken, dem Halteapparat und den versorgenden Strukturen gelöst. Anschließend erfolgt die Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide.

TLH (totale laparoskopische Hysterektomie)

Bei der TLH wird die Gebärmutter laparoskopisch von den umgebenden Strukturen gelöst und zusammen mit dem Gebärmutterhals durch die Scheide entfernt.

Senkung

Symptome können sein: unwillkürlicher Urinabgang beim Husten oder Niesen, Beschwerden beim Stuhlgang, Druckgefühl nach unten, bis hin zu einem Fremdkörpergefühl zwischen den Beinen. Zunächst wird in einer urodynamischen Untersuchung die Funktionsfähigkeit der Blase mittels Drucksonden überprüft.

Senkungsoperationen:

  • „Scheidenraffung“ (Scheidenplastik)

Vordere Scheidenplastik: Die Blase wird durch gerafftes Nachbargewebe unterpolstert und angehoben. Hintere Scheidenplastik: die seitliche Beckenboden,- und Damm-Muskulatur wird gerafft um einen Vorfall des in die Scheide vordrängenden Darms zu beheben

  • Fixierung des Scheidenabschlusses

Sakrospinale Fixation nach Amreich-Richter: die Scheide wird von der Scheide aus an einer Sehnenstruktur im Becken fixiert. Sakrokolpopexie: das Scheidenende wird angehoben und mittels eines Kunststoffnetzes am Kreuzbein per Unterbauch-Querschnitt oder Bauchspiegelung fixiert.

  • „Netze“

bei fehlendem Eigengewebe kommen künstliche Netze (Mesh-Plastik/ 4-Punkt und 6-Punkt-Netze) zum Einsatz

Inkontinenz

Inkontinenzoperationen:

Kolposuspension nach Burch
(Anheben der Scheidenvorderwand): das „ausgeleierte“ Umgebungsgewebe der Harnröhre wird gestrafft. Die Operation wird per Unterbauch-Querschnitt durchgeführt.

TVT: Einlage eines spannungsfreies Scheidenbandes
Das TVT-Band (tension free vaginal tape) wird um die Harnröhre geführt und entweder hinter dem Schambein hochgezogen (klassisch) oder seitlich durch die Hüftlöcher des Beckens geführt (transobturatorisch). Es stellt die minimal-invasive Alternative zur oben genannten BURCH-OP dar.

Gelunterspritzen der Harnröhrenschleimaut mit Bulkamid®
Das Unterspritzen verengt den Harnröhrenausgang, so dass der Verschlussmechanismus wieder funktioniert.

Myome der Gebärmutter sind gutartige Tumore, die von der Muskelschicht der Gebärmutter ausgehen. Sie können sich aus der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterhöhle, in der Gebärmuttermuskulatur wachsen oder sich auf der Außenseite der Gebärmutter zeigen und bis orangengroß werden.

Mehr als 30% aller Frauen sind davon betroffen.
Am häufigsten sind Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr betroffen.

30 bis 50% der Myome machen Beschwerden.
Symptome: Schmerzen, Unfruchtbarkeit, Blutungsstörungen.

Operationsindikationen:

  • Schnelles Wachstum
  • Beschwerden beim Stuhlgang oder Wasserlassen.
  • Starke Blutungen, die zur Blutarmut (Anämie) führen.
  • Unfruchtbarkeit

Operative Behandlungsmöglichkeiten von Myomen (je nach Lokalisation und Größe der Myome):

  • Entfernung des Myoms per Hysteroskopie
  • Entfernen des Myoms per Bauchspiegelung (bei einzelnen Myomen, bei bestehendem Kinderwunsch)
  • Gebärmutterentfernung (siehe unter Gebärmutterentfernung
Gynäkologische Onkologie

Gebärmutterhalskrebs (Zervix-Karzinom)

Die Gebärmutter wird zusammen mit ihren Verbindungen zur Beckenwand und dem oberen Scheidenanteil entfernt (Operation nach Wertheim-Meigs), sowie die Lymphknoten im kleinen Becken, ggf. an den großen Gefäßen.

Gebärmutterkrebs (Korpus-Karzinom)

Die Gebärmutter wird zusammen mit Eileitern und Eierstöcken entfernt. Ggf. müssen auch Lymphknoten im kleinen Becken sowie an den großen Gefäßen entfernt werden.

Eierstockskrebs (Ovarial-Karzinom)

Die Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter sowie das große Netz und je nach Befund auch die Lymphknoten im kleinen Becken sowie an den großen Gefäßen müssen entfernt werden. Wenn sich die bösartige Erkrankung bereits im Bauchraum ausgebreitet hat, muss häufig sehr ausgedehnt operiert werden. In diesem Fall findet eine interdisziplinäre Operation unter Hinzuziehung eines Kollegen der Viszeralchirurgie statt, da es notwendig sein kann auch Teile des Dick – und/oder Dünndarms, den Blinddarm, die Milz, Teile der Leber, der Harnblase, des Bauch- und des Zwerchfells zu entfernen.

Vulva-Karzinom (Krebs des äußeren Genitale)

Je nach Ausdehnung der Erkrankung erfolgt eine radikale Ausschneidung des betroffenen Gebietes, eine gesamte Entfernung der Schamlippen und Klitoris, mit o Leisten-Lymphknotenentfernung. Wie auch beim Brustkrebs führen wir ggf. eine Wächterlymphknoten-Markierung durch.

Geburtshilfe

Ausführliche Informationen zur Geburtshilfe, wie z. B.:

  • Anmeldung
  • Infoabende
  • Informationen zum Kreißsaal
  • Schmerzmedikation
  • Kaiserschnitt
  • Wochenbett
  • etc.

finden Sie auf der KreißsaalseiteWir freuen uns Sie auf dieser spannenden Reise zu begleiten und gemeinsam Ihr Kind auf dieser Erde begrüßen zu dürfen!

Ein zusätzliches Plus an Sicherheit bedeutet für Sie die Kinderklinik in direkter Nachbarschaft der Mutter-Kind-Station. So können ggf. kleine und größere gesundheitliche Störungen Ihres Neugeborenen sofort erkannt und behandelt werden. Als anerkannter perinatologischer Schwerpunkt können wir Sie und ihr Kind auch im Falle einer Frühgeburt auf unserer Neugeborenenintensivstation medizinisch qualifiziert betreuen (ab 32. Schwangerschaftswoche).

Wenn ein Baby stirbt …

Der Tod eines Kindes ist die größte Tragödie, die sich im Leben von Eltern ereignen kann. Es scheint, als geriete die Welt der betroffenen Eltern aus den Fugen, als wäre nichts mehr dort, wo es zuvor war. Vielerlei Umstände können dazu führen, dass ein Baby stirbt. Das kann im Verlauf der Schwangerschaft ebenso geschehen, wie während oder kurz nach der Geburt. Schätzungsweise verlieren deutschlandweit 200.000 Frauen/Jahr ihr Kind in der Schwangerschaft. Jede vierte Schwangerschaft endet vor der 25. Woche.

Sie haben Ihr Baby verloren. Es war noch zu klein oder zu krank, um leben zu können. Viele Fragen, Gedanken und schmerzhafte Gefühle beschäftigen Sie – ganz gleich in welcher Schwangerschafts- oder Lebenswoche Ihr Baby gestorben ist. Sie werden mit Trauer und Abschied konfrontiert. In dieser schweren Zeit steht Ihnen das Team der Geburtshilfe, der Gynäkologie und Klinikseelsorge gerne unterstützend und begleitend zur Seite.

Damit die Trauer um Ihr Baby nicht nur in Ihrem Herzen, sondern auch in dieser Welt einen Platz findet, gestaltet die »Initiative für fehl- und totgeborene Kinder« dreimal im Jahr auf dem Kaufbeurer Waldfriedhof eine sog. Feier der »Zur-Ruhe-Bettung«, zu der Sie und Ihre Angehörigen herzlich eingeladen sind.

Auf dem eigens dafür eingerichteten Gemeinschaftsgrab werden die Babys gemeinsam in einem kleinen Sarg zur Ruhe gebettet, sofern Sie die Bestattung Ihres Kindes nicht individuell als Einzelbestattung (Einzelgrab, Familiengrab…) verfügt haben.

Frauenklinik am Standort:
Klinikum Kaufbeuren


Dr.-Gutermann-Straße 2
87600 Kaufbeuren


Sekretariat
Frau Anna Fischer
Frau Sabrina Calipa
Frau Mona Hemmerling-Koller
Tel.: +49 (0)8341 42-2002
Fax: +49 (0)8341 42-2030
E-Mail: frauenklinik@kliniken-oal-kf.de