schließen
Wir sind für Sie da!

In lebensbedrohlichen
Notfällen: 112

Notaufnahme
Klinik St. Josef Buchloe
+49 (0)8241 504-0
Notaufnahme
Klinik Füssen
+49 (0)8362 500-555
Notfallzentrum
Klinikum Kaufbeuren
+49 (0)8341 42-3001
Notfall
A A A
» Notfallzentren Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Alle Standorte

NFZ - Notfallzentrum

Im Notfall zählt jede Sekunde! Deshalb ist unser Team im Notfallzentrum das ganze Jahr rund um die Uhr für Sie da. Hier wird die Behandlung akut und lebensbedrohlich erkrankter und verletzter Notfallpatienten durch alle in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren vertretenen Fachbereiche sichergestellt.

Dazu zählen je nach Klinik die Unfallchirurgie (mit D-Arzt-Zulassung für Arbeits- und Wegeunfälle) inklusive pädiatrischer Notfälle, Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Gynäkologie, Wundzentrum, Radiologie und Neurologie, sowie in enger Zusammenarbeit auch die Anästhesie und Intensivmedizin. An unseren Häusern sind unterschiedliche Stufen der Notfallversorgung integriert und Einheiten wie z. B. Chest Pain Unit (CPU), Stroke Unit und regionales Traumazentrum angegliedert. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf den jeweiligen Klinikseiten.

In Kooperation mit niedergelassenen Belegärzten, sind zudem die Urologie, HNO-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie und Neurochirurgie angegliedert.

Was mache ich wenn ich in eine lebensbedrohliche Situation gerate?


Als erstes sollten Sie immer den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 kontaktieren!


Folgende Informationen sollten angegeben werden:

- Wo ist es passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, Name, ggf. Stockwerk)

- Was ist passiert? (kurze Beschreibung der Situation)

- Wie viele Verletzte/Kranke gibt es?

- Welche Verletzungen/Krankheitszeichen sind ersichtlich?

- Auf Rückfragen der Leitstelle warten, NICHT AUFLEGEN!

Rufen Sie bei folgenden Symtpomen umgehend den Notruf unter der Nummer 112 an:

  • stärkste Schmerzen, Druck oder Brennen auf der Brust, im Rücken, Hals oder im linken Arm bzw. bei Atemnot
  • bei Gefühlsstörungen oder Lähmungen an den Armen oder Beinen bzw. bei plötzlichem Sehverlust oder bei Beeinträchtigungen des Bewusstseins oder Bewusstseinsverlust
  • bei schweren Verletzungen
  • bei schweren Blutungen aus dem Magen-Darm-Bereich

Können Sie Ihren zuständigen Arzt nicht erreichen, steht Ihnen das Notfallzentrum immer zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich im ernsten Notfall nicht per Telefon oder per E-Mail an uns. Rufen Sie direkt den Notruf unter der 112 an und fordern Sie Hilfe an. Wenn nötig erfolgt die Einweisung auch direkt durch den Rettungsdienst in das Notfallzentrum.

Falls Sie selbst ins NFZ kommen ist der schnellste Zugang für Fußgänger über den Haupteingang. Für gehbeeinträchtigte Patienten können Sie in Kaufbeuren direkt vor dem Haupteingang im Kurzzeitparkbereich Ihr Fahrzeug abstellen. Rollstühle stehen an der Pforte zur Abholung bereit.

Ihre Hausarztpraxis hat geschlossen und Sie können nicht so lange warten, bis diese wieder aufmacht? In diesem Fall wenden Sie sich bitte an die Telefonberatung / den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117, diese Nummer ist bundesweit und rund um die Uhr kostenlos erreichbar. Zusätzlich erhalten Sie unter der Nummer 116 117 Auskunft, welchen Hausarzt, Augenarzt, HNO-Arzt oder Kinderarzt Sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten im Notfall kontaktieren können. Im zahnärztlichen Notfall finden Sie auf notdienst-zahn.de oder in der regionalen Tageszeitung Hinweise zum zahnmedizinischen Bereitschaftsdienst.

Alternativ können Sie sich an die KV-Praxis wenden, nur dort können auch Rezepte für Medikamente sowie Krankschreibungen ausgestellt werden.

Die KV-Praxis am Klinikum Kaufbeuren hat geöffnet:
Mo, Di, Do: 18:00-21:00 Uhr
Mi, Fr: 16:00-21:00 Uhr
Sa, So, Feiertag: 09:00-21:00 Uhr

Die KV-Praxis an der Klinik Füssen hat geöffnet:
Mi, Fr: 17:00-21:00 Uhr
Sa, So, Feiertag: 09:00-21:00 Uhr

Auf der Seite der KVB finden Sie weitere Informationen zum Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst.

Bringen Sie nach Möglichkeit bitte folgende Unterlagen mit:

  • Versichertenkarte oder Personalausweis
  • Bei Arbeits- und Wegeunfällen: Name der zuständigen Berufsgenossenschaft
  • Vorhandene Arztbriefe
  • Aktueller Medikamentenplan
  • Röntgen/CT/MRT-Aufnahmen (ggf. CD)
  • Auch Unterlagen wie Patientenverfügung bzw. Betreuungsvollmachten sind hilfreich

Das Patientenaufkommen im Notfallzentrum variiert im Tagesverlauf stark. Ebenso können sich Wartezeiten durch akut eintreffende Notfallpatienten ergeben.
Um eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten ist es notwendig, dass eine Priorisierung der Behandlungsdringlichkeit erfolgt. Dieses Vorgehen, auch unter dem Begriff „Triage“ bekannt, erfolgt durch qualifiziertes und geschultes Pflegepersonal IT-gestützt nach dem international anerkannten „Manchester Triage System“.

Ausschlaggebend für die Einstufung sind das Beschwerdebild, die Dauer und die Intensität der Beschwerden und ggf. der Schweregrad der Verletzung. Entscheidend ist nicht das zeitliche Eintreffen im NFZ, sondern die Dringlichkeit der Behandlung. Daher kann es vorkommen, dass Patienten, die nach Ihnen eintreffen vor Ihnen behandelt werden.

Dringlichkeitsstufen:

  • Rot: sofortige Behandlung notwendig, akut lebensbedrohliche Erkrankung oder Verletzung
  • Orange: zeitnahe Behandlung notwendig, akute Lebensgefahr ist nicht auszuschließen
  • Gelb: leichte bis mittelschwere Erkrankungen und Verletzungen, eine Wartezeit ist möglich
  • Grün: leichte und leichteste Erkrankungen, sowie Wiedervorstellungen oder Verletzungen, die behandlungsbedürftig sind sobald ein entsprechender Arzt zur Verfügung steht
  • Blau: Sprechstundenfall, keine Einstufung als Notfall

Daher bitten wir um Ihr Verständnis, falls Sie warten müssen – Ihre optimale Versorgung liegt uns am Herzen!

  • Aufgrund der aktuellen Pandemielage sind wir verpflichtet eine Selbstauskunft direkt im NFZ von Ihnen ausfüllen und unterschreiben zu lassen. Angehörige dürfen Sie im NFZ nicht begleiten - sobald Erkenntnisse zu Ihrem weiteren Verlauf vorliegen, werden die Angehörigen gerne vom behandelnden Arzt kontaktiert.
  • Zunächst erfolgt die administrative Aufnahme mittels Ihrer Versichertenkarte. Fehlende Stammdaten werden noch ergänzt, hilfreich sind immer die Rufnummern der Angehörigen um diese gegebenenfalls kontaktieren zu können. Auch Unterlagen wie Patientenverfügung bzw. Betreuungsvollmachten sind hilfreich.
  • Im Rahmen der Aufnahme werden erstmals Ihre Symptome erfragt. Auf dieser Grundlage wird Ihnen eine Fachrichtung für die weitere Behandlung zugewiesen, die sich im Verlauf der Behandlung und Diagnostik ändern kann.
  • Es folgt die Erstsichtung durch eine speziell geschulte und qualifizierte Pflegekraft. Im Rahmen dessen wird die Behandlungsdringlichkeit (wie oben beschrieben) Ihrer Beschwerden ermittelt. In Abhängigkeit von der Behandlungsdringlichkeit und den räumlichen und personellen Ressourcen wird Ihnen ein Behandlungsraum zugewiesen.
  • Bis zum Arztkontakt bereitet unser qualifiziertes Team aus medizinischen Fachangestellten, Notfallsanitätern, examinierten Pflegekräften und weitergebildeten Fachpflegekräften, bereits die notwendigen ersten Schritte, wie z.B. Schreiben eines EKGs und Anschließen eines Monitorings vor.
  • Der behandelnde Arzt wird dann mit Ihnen einen Behandlungsplan erarbeiten und die für Sie notwendige Diagnostik, wie z.B. Röntgen- oder CT-Aufnahmen, sowie einer Labordiagnostik besprechen.
  • Nach abgeschlossener Diagnostik erfolgt die stationäre Weiterbehandlung auf Normal-, Überwachungs- oder Intensivstation oder in einer unserer spezialisierten Fachabteilungen, in einem unserer Zentren bzw. die ambulante Entlassung.

Notfälle kennen kein Corona

Bitte begeben Sie sich in medizinischen Notfällen weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unseren Kliniken mit allen Mitteln reduziert.

Bei der Behandlung von Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt jede Minute. Das gilt im Moment ganz besonders. Denn selbst Patienten mit Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Symptomen scheuen momentan offenbar vielfach den Notruf oder den Weg in die Notaufnahme – das kann fatale Folgen haben!

Denn: das Aufschieben eines dringlichen Arztbesuches ist gerade für Covid-Risikopatienten mit kardialen Problemen sehr gefährlich. Patienten mit einer chronischen Herzschwäche, mit Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen sind besonders gefährdet.