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» Diagnostische und interventionelle Radiologie
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Radiologie

Die Leistungen der Radiologie gliedern sich in sogenannte "Diagnostische" und "Interventionelle" Untersuchungs- bzw. Behandlungsmethoden.

Mit der Diagnostischen Radiologie werden Veränderungen im Körper sichtbar gemacht (Röntgen, CT, MRT) und mit Hilfe eines Befundes beschrieben.

Die Interventionelle Radiologie dient (neben der invasiven Diagnostik, z.B. Angiographie oder perkutanen Biopsieentnahme) der Behandlung von festgestellten Erkrankungen, sofern dies in der Radiologie möglich ist. Durch gezielte perkutane Gefäßverschlüsse können Tumoren behandelt, oder Blutungen gestillt werden. Ebenso zählen etwa die gezielte Schmerztherapie im CT oder die perkutane Entlastung von Flüssigkeiten (Drainagenanlagen) zu den interventionellen Methoden der Radiologie.

Bei Fragen zu bestimmten Untersuchungen oder Behandlungen wenden Sie sich gerne an unser freundliches Team im Sekretariat.

Leistungsspektrum

Röntgendiagnostik

mit Festplattendetektor und Speicherfolie, Kristallsystem mit besonders niedriger Strahlenexposition

  • Speicherung im zentralen Bildarchiv (PACS)
  • Befundung an Befundungsstationen mit hochauflösenden Bildschirmen, digitale Spracherkennung
  • Untersuchung von Thorax mit Herz, sämtliche Knochen und Gelenke, Funktions- und belastungsaufnahmen, Ganzbeistandaufnahme, Messaufnahmen mit Auswertungsprogramm, Durchleuchtungsuntersuchungen, Kontrastaufnahmen von Magen-/Darmtrakt und ableitenden Harnwegen.
  • Kinderradiologie (mit speziellen dosisreduzierten Programmen)
  • Teleradiologie mit Vernetzung aller Häuser

Durchleuchtung

  • Phlebographien
  • Magen-Darm-Diagnostik (Breischluck, Magen-Darm-Passage, Colonographie,  Sellink-Untersuchung
  • Myelographie
  • Miktionszysturetherographie bei -Erwachsenen und Kindern
  • Funktionsuntersuchungen und -dynamische DL-Untersuchungen

Mammographie

digital mit Speicherfolientechnik

  • volldigitale Stereotaxieeiheit für Lokalisation tumorverdächtiger Bezirke mit Drahtmarkierung sowie Biopsien durch Vakuumstanzbiopsie
  • Präparateradiographie
  • Galaktographie (Darstellung der Milchgänge)

Ultraschall

als ergänzende Diagnostik nach Mammographie, CT, MRT oder DSA

CT

64-Zeiler (128 Schichten)

  • Spiral-CT Kopf, Wirbelsäule, Knochen, Gelenke, Thorax, Abdomen
  • ohne und mit KM (oral, rektal, intravenös)
  • CT-Angiographien
  • Herz-CT
  • CT-Perfusion des Kopfes (Früherkennung cerebraler Durchblutungsstörungen
  • CT-Myelographie
  • 2D-/3D-Rekonstruktionen, Dick- und Dünnschichtrekonstruktionen, hochauflösende Nachbearbeitung, unterschiedliche Fenstertechniken, funktionale/quantitative Analysen

 MRT

  • Kopf und Wirbelsäule
  • Abdominalorgane
  • Darmuntersuchungen (auch MRCP, Sellink, Defäkographie)
  • Gelenke und Knochen
  • Herz (morphologisch-anatomisch und funktionell)
  • Mamma (auch in dynamischen Kontraststudien) und Weichteile
  • Gefäße (Kopf, Hals, Körperstamm, Extremitäten)
  • alle genannten Bereiche mit und ohne KM, mit multiplanaren 2- und 3-D-Rekonstruktionen, funktionelle und quantitative Auswertungen
  • Untersuchungen auch in Sedation oder Vollnarkose (nach Rücksprache) mit Unterstützung unserer Anästhesie am Haus möglich

 Sonstiges

Sollten Sie Ihre Röntgen-, CT-, MRT-, Mammographie-, oder Angiographiebilder von uns außerhalb der Klinik zur weiteren Behandlung benötigen, stellen wir Ihnen selbstverständlich eine CD mit den notwendigen Daten aus.

DSA

  • Übersichts- und Selektivangiographien (Kopf, Hals, Aorta, Arme, Becken-/Beine, Dialyseshunts, Viszeralgefäße), CO₂-Angiographie bei Niereninsuffizienz
  • Ballon-PTA, Lyse, Stents, auch medikamentenbeschichtete Ballons von Stenosen und Verschlüssen sämtlicher Gefäßprovinzen (s. o.)
  • Embolisationen (Tumore, Blutungen, Gefäßmissbildungen)
  • Tumorbehandlungen (selektive Chemo-Embolisation)
  • Fremdkörperbergung
  • Intraoperative Interventionen

Das hochmoderne Gerät kann durch viele technische Tricks (z.B. gepulste Durchleuchtung) die Strahlenbelastung für den Patienten gegenüber früheren Zeiten während der Intervention erheblich senken.

CT-Interventionen

  • Biopsien (Weichteile, Organe, Knochen, Lunge)
  • Drainagen (Abszesse, Flüssigkeitsverhalte)
  • Sympathikolysen (Durchblutungsverbesserung)
  • Schmerztherapien (Facettengelenkblockaden, periradikuläre Therapien)

In der Regel werden die Interventionen in örtlicher Betäubung durchgeführt; die Behandlungen sind bei klinischer Notwendigkeit auch in entsprechender Narkose durchführbar.

Die diagnostische Radiologie im Detail

Seit der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen im November 1895, hat die "klassische Röntgenaufnahme" trotz technischem Fortschritt und neu entwickelten Untersuchungsmethoden ihren Wert für die moderne Medizin behalten. Röntgenaufnahmen von Herz und Lunge, Knochen und Gelenken sind die bildgebende, radiologische Basisuntersuchung für Fragestellungen aus allen Bereichen der Medizin. Auch bei Verlauskontrollen in der Therapie, zur Früherkennung von Erkrankungen oder zum rechtzeitigen Erfassen möglicher Komplikationen sind sie häufig die Untersuchungsmethode der ersten Wahl. Kontrastmittel, Durchleuchtungen und zahlreiche Spezialaufnahmen erweitern die Anwendungsmöglichkeiten beträchtlich. Dabei hat der frühere Röntgenfilm, der seit Einführung der Röntgendiagnostik in die Medizin vor über hundert Jahren als Bildträger und Archivmedium verwendet wurde, mittlerweile ausgedient.

Seit dem Umzug in den Neubau mit komplett neu eingerichteter digitalisierter Röntgenabteilung im Februar 2005 werden alle Röntgenaufnahmen mit Festkörperdetektor, oder digitalen Aufnahmefolien angefertigt und im zentralen, elektronischen Bildarchiv (PACS) gespeichert. Die Befundung erfolgt an speziellen Befundungsstationen mit hochauflösenden Bildschirmen. Eine Betrachtung der Bilder ist an fast jedem Computer auf den Stationen und in den Ambulanzen möglich. Durch die neue, digitale Technik wurde die Strahlenexposition der Patienten weiter reduziert.

Die Detektoren wandeln - ähnlich der Funktionsweise einer Digitalkamera - die Röntgenstrahlung direkt in elektrische Impulse um, die dann an einem Computer zur Weiterverarbeitung übertragen werden. Das Röntgenbild steht wenige Sekunden nach der Aufnahme zur Verfügung, die zeitintensive Filmentwicklung oder das Auslesen von belichteten digitalen Speicherfolien entfällt.

Die radiologische Abteilung des Klinikum Kaufbeuren verfügt über eine moderne, digitale Mammographie in Speicherfolientechnik zur Diagnostik, sowie eine volldigitale Stereotaxieeinheit, zur Lokalisation tumorverdächtiger Bezirke.Wir verwenden den Mammomat 3000 Nova der Fa. Siemens. Die moderne, digitale Aufnahmetechnik mit Nadelkristallkassetten ermöglicht eine Verringerung der Strahlenbelastung bis zu 40%.

Brustkrebs ist in der westlichen Welt die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. 8-10% aller Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. In Deutschland sind das etwa 46.000 Frauen jährlich, von denen ca. 17.000 unter 60 Jahre alt sind.

Informationen zur mammographie

Die Mammographie gilt als wichtigste apparative Vorsorgeuntersuchung des Brustkrebses. Bösartige Tumore in der Brustdrüse sind meist erst im fortgeschrittenen Stadium mit bloßer Hand zu ertasten. Eine Untersuchung mit einem Mammographiegerät ermöglicht jedoch schon kleinste Veränderungen in Drüsen-, Binde- und Fettgewebe zu erfassen und auf einem Film oder Computerbildschirm sichtbar zu machen, bevor diese zu einem bösartigen Knoten heranwachsen.

Mikroverkalkungen (Kalkherde, die in Grüppchen zusammen liegen und Frühzeichen bestimmter Krebsarten darstellen können) sind minimal 0,1-0,2 mm klein und können nur mammographisch nachgewiesen werden. Bei frühzeitiger Tumorerkennung kann zudem in der Regel eine brusterhaltende Therapie durchgeführt werden, deren Heilungsrate ca. 80% beträgt.

Diese ist insbesondere dann notwendig, wenn krankhafte Befunde weder getastet noch sonographisch gesehen werden können. Mittels Stereotaxie werden in der Mammographie erkannte, krankhafte Befunde mittels computergestützter Berechnung geortet. Vor einer eventuell geplanten Operation kann somit der krankhafte Befund mit einem Drahtfaden markiert werden. Dieser erleichtert dem Operateur das Auffinden des Herdbefundes während einer Operation. Nach der Operation wird das Operationspräparat erneut geröntgt, um sicherzustellen, dass der krankhafte Befund vollständig entfernt wurde.

Es ist bei uns auch möglich, in ausgewählten Fällen mit dieser Technik (Vakuum-Stanzbiopsie), direkt durch die Haut, unter örtlicher Betäubung (also ohne weitere Operation in Narkose) direkt eine repräsentative Gewebeprobe gezielt zur Diagnosefindung zu entnehmen.

Hierbei wird die Brust an einem Mammographiegerät zwischen eine Röntgenröhre und einen Röntgenfilm (analoge Mammographie) gelegt und mit einer Kompressionsplatte vorsichtig gedrückt; bei Auftreten von Schmerzen kann der Vorgang sofort unterbrochen werden. Die Röntgenstrahlung, die durch das Brustgewebe tritt, schwärzt den Röntgenfilm. An den Stellen, an denen die Röntgenstrahlen nicht durch das Gewebe treten können, bleibt der Röntgenfilm weiß.

So entsteht ein schwarz-grauweißes Röntgenbild der Brust. Von jeder Brust werden mindestens zwei Bilder angefertigt. Hierbei wird jede Brust einmal von oben nach unten (cranio-caudal) und einmal schräg (medio-lateral-oblique) geröntgt. Gelegentlich sind Zusatzaufnahmen erforderlich. Bei dem kompletten Vorgang ist es wichtig, dass die Brust gedrückt wird, da dies die Bildqualität steigert und die Strahlenbelastung senkt. Anschließend tastet der Arzt Brüste und Achselhöhlen ab, um Tastbefund und Mammographie miteinander zu vergleichen.

Eine spezielle Form der Mammographie ist die digitale Mammographie. Hierbei verläuft die Untersuchung genauso wie bei der analogen Mammographie. Die Röntgenstrahlen belichten jedoch keinen Film, sondern eine Phosphorspeicherplatte (sog. Speicherfolie) oder einen Detektor, die der Bildnachverarbeitung ähnlich wie an einem PC, z.B. Bildvergrößerungen, Optimierung von zu dunklen oder zu hellen Arealen, Darstellung von Bildausschnitten ohne dass eine neue Röntgenaufnahme gemacht bzw. die Patientin einer weiteren Strahlenbelastung ausgesetzt werden muss.

Die Strahlenbelastung liegt sowohl bei der digitalen als auch der analogen Mammographie eindeutig im Niedrigdosisbereich, wobei die digitale Mammographie in vielen Fällen sogar eine Verringerung der Strahlendosis bis zu 40% ermöglicht. Ein Zusammenhang zwischen Mammographiehäufigkeit und Brustkrebsentstehung konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Somit überwiegt der Nutzen einem möglichen theoretischen Schaden bei Weitem.

Eine Ultraschalluntersuchung bzw. Sonographie ist eine ergänzende Untersuchung, um Auffälligkeiten in der Mammographie weiter abzuklären und kann beliebig oft wiederholt werden (keine Strahlenbelastung). So kann z.B. eine Zyste (harmlose Wasserblase) nur mittels Ultraschall eindeutig identifiziert werden. Mikroverkalkungen als Frühzeichen eines Karzinoms sind aber im Ultraschall nicht sichtbar. Eine kernspintomographische Untersuchung der weiblichen Brust ist in der Regel dann erforderlich, wenn die vorhergehenden, routinemäßigen Untersuchungen mit Mammographie oder Sonographie keinen klaren Befund ergeben haben.

Die Radiologie Kaufbeuren beteiligt sich mit zahlreichen Kooperationspartnern im Brustzentrum Allgäu, einem interdisziplinären Qualitätsnetzwerk der Region.

Das Brustkrebszentrum Allgäu ist seit 12.05.2005 "zertifiziertes Brustkrebszentrum".

Zertifiziert durch:

  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Deutsche Gesellschaft für Senologie

Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, bei dem mit Hilfe eines großen, meist röhrenförmigen Elektromagneten sowie Hochfrequenz - und Empfangsspulen über ein hochkompliziertes, physikalisches Verfahren Bilder des menschlichen Körpers hergestellt werden. Diese Methode arbeitet mit Magnetfeld und Radiowellen, also ohne Anwendung von Röntgenstrahlen.

Ergänzend zu den Röntgenverfahren, können hier sowohl anatomische Gegebenheiten, als auch krankhafte Veränderungen im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule, von knöchernen Strukturen, von Organen des Bauchraumes und der Weichteile dargestellt werden.

Das am Klinikum aufgestellte Gerät verfügt über einen 1,5 Tesla-Magneten. Aufgrund dieses relativ starken Magnetfeldes können auch gut große Blutgefäße oder Organe im Inneren des Körpers untersucht werden. Gerade auch für den neuroradiologischen Schwerpunkt der Abteilung ist dieses Verfahren eine wichtige Ergänzung zur Computertomographie.

Nur wenige bestimmte Personengruppen, insbesondere solche mit einoperiertem Herzschrittmacher, können nicht mit diesem Gerät untersucht werden.

Je nach Fragestellung wird während der Untersuchung ein sogenanntes "paramagnetisches Kontrastmittel" (das anders als das Röntgenkontrastmittel nicht jodhaltig ist) verabreicht.

Auch die dynamische Untersuchung von Körperregionen ist möglich: z.B. die Bewegungsabläufe bei der Stuhlentleerung (Defäkographie) können in ihrem Ablaufmuster beobachtet und so mögliche Störungen etwa im Gewebe des Beckenbodens erkannt werden. Bewegungsdiagnostik im Subsekundenbereich am Herzen ermöglichen die Beurteilung etwa der Herzklappen, der Muskulatur oder der Herzkranzgefäße, dabei können Parameter wie Auswurfleistung, oder Dicke der Herzwand exakt quantifiziert werden.

An einem speziellen Röntgengerät mit beweglichem Tisch und beweglicher Röntgenröhre werden bei uns Untersuchungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarmes, spezielle Enddarmuntersuchungen (Defäkographie) sowie bei Erwachsenen und Kindern spezielle Untersuchungen der Harnblase und der Harnleiter auf regelrechte Funktion (Miktionszysturethrografie) durchgeführt. Bei bestimmten Fragestellungen untersuchen wir auch nach Punktion des Kanals an den Wirbelkörpern den Nervenwasserbereich der Wirbelsäule ("Myelographie") oder des Schädels ("Zisternographie", "Dynamische Liquorraum-Passage").

Bei der Durchleuchtungsuntersuchung erzeugen 2 bis 8 schwache "Strahlungsblitze" pro Sekunde über einen Bildwandler mit Kamera ein kontinuierliches, bewegtes Bild auf einem Monitor. So sind Untersuchungen von Bewegungs- und Funktionsabläufen möglich. Bestimmte Interventionen, z.B. "Drainagen" (etwa Ableitung von Eiteransammlungen aus der Bauchhöhle nach außen, Entlastung verstopfter Gallengänge etc.) werden in der Regel CT-gesteuert vorgenommen (s. dort), in Einzelfällen aber auch unter Durchleuchtungskontrolle.

Zur Befunddokumentation können Einzel- oder Serienaufnahmen angefertigt werden. Alle angefertigten Aufnahmen werden im digitalen Bildarchiv (PACS) abgespeichert.

Seit Oktober 2013 ist ein Computertomograph der neuesten Generation (64-Zeilen, Mehrschicht-CT der Fa. GE) in der Radiologie in Betrieb. Vorteil dieses Gerätes ist eine sehr gute Detailerkennbarkeit aufgrund der hohen Auflösung und die Möglichkeit, Schnittbilder durch den menschlichen Körper in allen gewünschten Ebenen anzufertigen, gekoppelt mit sehr kurzen Untersuchungszeiten von unter 30 Sekunden für z.B. den Brustraum oder den Bauch.

Durch eine sehr schnell um den Patienten rotierende Einheit aus Röntgenstrahler und Detektor werden pro Rotation 64 Schichten von 0,5 bis 1mm Dicke aufgenommen, die dann in einen Volumendatensatz umgerechnet werden. Aus diesem Datensatz lassen sich nachträglich speziell an die Fragestellung angepasste Schichtaufnahmen in allen beliebigen Ebenen durchden untersuchten Körperabschnitt berechnen.

Durch diese deutlich verbesserte fortschrittliche Technik ist es jetzt möglich, nicht nur die bisherigen diagnostischen Fragen zu klären (Untersuchung von z.B. Kopf, Hals, Lunge, Bauchraum), sondern der Computertomograpie erschließen sich zusätzlich neue diagnostische Möglichkeiten:

INFORMATIONEN ZUM LEISTUNGSSPEKTRUM CT
  • Gefäßuntersuchungen: Halsschlagadern, Gefäße des Gehirns, Bauchschlagader, Eingeweide-, Nieren und Beinschlagadern lassen sich ohne aufwendige Katheteruntersuchung darstellen.

  • Unfallpatienten können nun ohne belastende Umlagerung und zeitaufwändige zusätzliche konventionelle Röntgenaufnahmen "von Kopf bis Fuß" in kürzester Zeit untersucht werden. Dabei erhält man sowohl Informationen über die inneren Organe als auch über die Wirbelsäule und die großen Knochen der Extremitäten.

  • Interventionelle Radiologie in der Computertomographie: Mit bildgebender Unterstützung der Computertomographie (CT) können (in der Regel nur mit örtlicher Betäubung) durch die Haut verschiedene, diagnostische und therapeutische Maßnahmen mit geringem Aufwand (ohne zusätzliche OP oder längeren stationären Aufenthalt, oft auch als ambulante Maßnahme) durchgeführt werden:

    • Schmerzbehandlungen ("periradikuläre Therapie", "Faccettenblockaden")

    • durchblutungsfördernde Maßnahmen ("Sympathikolysen")

    • Entlastung von Flüssigkeitsverhalten (z.B. Abszessen) im Körper

    • gezielte Probeentnahmen von auffälligen Veränderungen im Körper (Biopsien)

    • gezielte Behandlung von Tumoren, z.B. in der Leber ("Radiofrequenzablation")

  • Herzuntersuchungen (CT-Koronarangiographie): Gut geeignet ist die CT-Koronarangiographie zur Verlaufskontrolle von Patienten mit Herzbypassgefäßen. Durch eine CT-Untersuchung des Herzens mit Kontrastmittel lässt sich mit großer Sicherheit feststellen, ob ein venöser oder arterieller Herzbypass offen oder verschlossen ist.

  • Perfusions-CCT - notwendig für die Schlaganfalldiagnostik: mit Hilfe dieser speziellen Untersuchungsmethode im CT kann die Blutversorgung im Kopf gemessen werden und somit einen Beitrag zur sofortigen Behandlung des Patienten leisten. Verschiedene Möglichkeiten der Rekonstruktion bietet das neue CT. So kann aus einem aufgenommenen Volumendatensatz eine 3-D-Rekonstruktion gewonnen werden. So wie hier sichtbar eine 3-D-Gefäßdarstellung oder ein Handgelenk mit Metallplatte in 3-D.

Die interventionelle Radiologie im Detail

DSA - digitale Subtraktionsangiographie
Die heute fast ausschließlich durchgeführte digitale Subtraktionsangiographie beruht auf dem Prinzip der elektronischen Subtraktion des vor Kontrastmittelapplikation angefertigten Hintergrundbildes (Maske) vom Kontrastmittelbild.

Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ermöglicht somit die Gefäßdarstellung mit einer wesentlich geringeren Kontrastmittelmenge, als sie bei einer konventionellen Angiographie erforderlich ist.

Leistungsspektrum Interventionelle Radiologie

Die Angiographie dient der Darstellung von Blutgefäßen im Körper und ermöglicht die zusammenhängende Darstellung von großen und kleinen Gefäßen. In den letzten Jahren wurde sie zunehmend von den nicht invasiven Methoden MR-Angiographie, CT-Angiographie und Ultraschall verdrängt. Neben der Klärung noch offener Fragen, die nach nicht-invasiver Untersuchung möglicherweise noch bleiben, dient dieses Verfahren vor allem der Behandlung der Gefäße im gleichen Eingriff. Bei Gegenanzeige zur Verwendung des üblichen jodhaltigen Kontrastmittels (z.B. bei Nierenfunktionsstörungen) verfügt die Abteilung als einziges Institut in der Umgebung auch über die Möglichkeit der CO2-Angiographie, bei dem alternativ Kohlendioxid als Kontrastmittel eingesetzt wird.

Bei akuten Blutungen können die betroffenen Gefäße im Rahmen einer Katheterangiographie mit speziellen Materialien verschlossen werden, bei günstiger Lokalisation ist eventuell auch die Behandlung von Tumoren oder Metastasen durch Gefäßverschluss (Embolisation) im Rahmen der Angiographie möglich.

Bei Durchblutungsstörungen können eingeengte oder komplett verschlossene Gefäße mittels Ballon-Katheter behandelt werden. Im Einzelfall wird bei Bedarf zusätzlich eine Gefäßstütze, ein sogenannter "Stent", in das Gefäß eingebracht. Die Interventionelle Radiologie unseres Hauses (CA Dr. Beinborn) hat sich auf die Behandlung erkrankter Arterien durch Katheterbehandlung (PTA, perkutane transluminale Angioplastie) besonders spezialisiert. Mit diesem Verfahren werden sämtliche Arterien der Becken/Beinetage (z.B. bei "Schaufensterkrankheit" oder "Raucherbein") der Eingeweidearterien (z.B. bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks oder Mangeldurchblutung von Organen oder Darmabschnitten) oder auch der Arterien des oberen Körperabschnittes (Mangeldurchblutung der Arme oder des Gehirns) behandelt. Auch die Behandlung von Verengungen bestimmter Venen, insbesondere Veränderungen am Dialyse-Shunt, wird bei uns angeboten. Näheres zum Thema "perkutane Behandlung von Gefäßen" im Kapitel "Gefäßbehandlungen".

Durchführung

Der Katheterzugang erfolgt nach örtlicher Betäubung meist über eine Leistenarterie, seltener über eine Armarterie. Die dabei verwendeten Katheter haben Durchmesser in der Größenordnung von 2 bis 3,6 mm. Die heute fast ausschließlich durchgeführte digitale Subtraktionsangiographie beruht auf dem Prinzip der elektronischen Subtraktion des vor Kontrastmittelapplikation angefertigten Hintergrundbildes (Maske) vom Kontrastmittelbild. Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ermöglicht somit die Gefäßdarstellung mit einer wesentlich geringeren Kontrastmittelmenge, als sie bei einer konventionellen Angiographie erforderlich ist.

Heutzutage wird bei der Untersuchung und Behandlung, verglichen zur Vergangenheit, durch moderne Geräte eine deutliche Verringerung der Strahlenbelastung erreicht. Durch die sogenannte "gepulste Durchleuchtung" wird der Körper während der Untersuchung nicht mehr einer kontinuierlichen Strahlenbelastung ausgesetzt, vielmehr werden Einzeldurchleuchtungen in bestimmten Abständen (z.B. im Halb-Sekunden-Takt) angefertigt, und ein Computer summiert aus diesen Aufnahmen ein kontinuierliches Bild. Weitere Einsparungen resultieren z.B. aus entsprechend angepassten, halbautomatischen Einblendungen, Filtern, individuellen Dosisanpassungen und abspeicherbaren und wiederaufrufbaren Einzeldurchleuchtungen und -bildern.

Termine zu näheren Informationen, Einzelgesprächen bezüglich des individuellen Vorgehens in Ihrem konkreten Fall (Wie sieht die Behandlung aus? Wie groß ist das Risiko, die Erfolgsaussicht? Gibt es alternative oder bessere Verfahren?) und zur Untersuchung oder Behandlung erhalten Sie im Abteilungssekretariat.

PTA - Aufdehnen eingeengter oder verschlossener Blutgefäße mittels Ballonkatheter 

Das Prinzip der Gefäßbehandlung wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bereits von Charles Dotter erarbeiter und durch die Idee des heute noch modernen Ballonkatheters Anfang der 70er Jahre durch Andreas Grünzig entscheidend weiterentwickelt. In Deutschland wurde in der Folgezeit in mehreren Zentren, so auch in der Aggertalklinik in Engelskirchen, in der auch CA Dr. Beinborn sein Handwerk erlernte, der klinisch sinnvolle Einsatzbereich der Methode weiter erarbeitet.

Es zeigte sich zunächst für den Einsatzbereich in den großen Arterien des Beckens und der Obschenkel, dass bestimmte Gefäßverengungen, abhängig etwa von der Lokalisation und vom Erkranksungsalter, gut und vergleichsweise komplikationsarm mit einem Ballonkatheter behandelbar sind. Später konnten auch bestimmte Verschlüsse, die je nach Alter zusätzlich mit lokaler Gabe von Medikamenten ("Lyse") behandlet werden oder durch Einbringen einer Gefäßstütze ("Stent") versorgt werden müssen, dieser Methode zugänglich gemacht werden. Es folgte nach und nach die Erweiterung der Behandlungsindikation auf weitere Körperabschnitte: Unterschenkelarterien, Nieren- und Eingeweidearterien, Schlüsselbein- und Armarterien, Arterien zur Versorgung von Kopf und Gehirn, große Venen, Dialyseshunts.

Sehr schnell zeigte sich aber, dass nur der Patient von einer Behandlung profitiert, bei dem sich klinische Beschwerden, Röntgenbild und individueller Einzelfall zu einem Gesamtbild zusammenfügen, dass eine optimale, individuelle Behandlungsempfehlung ergibt. Daher steht am Anfang einer Entscheidung zu einer Gefäßbehandlung erst immer das Urteil ihres Hausarztes oder Facharztes (z.B. Internist, Angiologe, Diabetologe, Gefäßchirurg, Neurologe,...) und nicht selten auch die Gesamtentscheidung mehrerer Fachabteilungen, welche Therapie im Einzelfall die Beste ist. Das Klinikum Kaufbeuren verfügt über ein zertifiziertes Gefäßzentrum (Leiterin: Frau Dr. Dammer), in dem im Einzelfall schwer abschließend beurteilbare Fälle gemeinsam zwischen Chirurgen, Internisten, Neurologen und Radiologen besprochen werden können.

Nicht zuletzt ist in jedem Einzelfall auch der Individualaspekt jedes einzelnen Patienten entscheidend, daher wird vor jeder Maßnahme in einem persönlichen Gespräch Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden erörtert und möglichst eine Individualempfehlung mit dem Patienten gemeinsam erarbeitet.

Aus dem Gedanken der perkutanen Gefäßbehandlung entstand später auch das Prinzip des Gefäßverschlusses über Katheter mit speziellen Materialien. Diese Verfahren kommen bei unstillbaren Blutungen oder aber auch bei Behandlungen bestimmter Tumoren zum Einsatz.

Termine und nähere Informationen

Termine zu näheren Informationen, Einzelgesprächen bezüglich des individuellen Vorgehens in Ihrem konkreten Fall (Wie sieht die Behandlung aus? Wie groß ist das Risiko, die Erfolgsaussicht? Gibt es alternative oder bessere Verfahren?) und zur Untersuchung oder Behandlung erhalten Sie im Abteilungssekretariat.
Sollten Sie Ihre Röntgen-, CT-, MRT-, Mammographie-, oder Angiographiebilder von uns außerhalb der Klinik zur weiteren Behandlung benötigen, stellen wir Ihnen selbstverständlich eine DVD mit den notwendigen Daten aus.

Diagnostische und interventionelle Radiologie am Standort:
Klinikum Kaufbeuren


Dr.-Gutermann-Straße 2
87600 Kaufbeuren


Sekretariat
Frau Susanne Hübner, Frau Christine Gajić
Tel.: +49 (0)8341 42-4018
E-Mail: Radiologie-kf@kliniken-oal-kf.de

Standort Bereich Öffnungszeiten Status
An allen drei Standorten Sekretariat Mo - Fr: 08:00 - 16:00 Uhr offen
ärzteteam
  1. Dr. med. Wolfgang Beinborn
    Dr. med. Wolfgang Beinborn
    Chefarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
  2. Dr. med. Hans-Peter Kern
    Dr. med. Hans-Peter Kern
    Leitender Oberarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie
  3. Dr. med. Annette Ruffer
    Dr. med. Annette Ruffer
    Oberärztin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie
  4. Dr. med. Ferdinand Franz Bayer
    Dr. med. Ferdinand Franz Bayer
    Oberarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie
  5. Katrin Bochenski
    Katrin Bochenski
    Oberärztin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie
  6. Simone Maucher
    Simone Maucher
    Leitung MTRA
  7. Vanessa Berlechner
    Vanessa Berlechner
    stellv. Leitung MTRA