schließen
Wir sind für Sie da!

In lebensbedrohlichen
Notfällen: 112

Notaufnahme
Klinik St. Josef Buchloe
+49 (0)8241 504-0
Notfaufnahme
Klinik Füssen
+49 (0)8362 500-555
Notfallzentrum
Klinikum Kaufbeuren
+49 (0)8341 42-3001
Notfall
A A A
» DeGIR-Zentrum

DeGIR-Zentrum Kaufbeuren

Institut für Interventionelle und Diagnostische Radiologie am Klinikum Kaufbeuren ist zertifiziertes DeGIR-Zentrum – das zweite in ganz Deutschland. Erstes Zentrum dieser Art in Bayern.

Die Arteriosklerose ist immer eine Erkrankung des ganzen Körpers. Kalkablagerungen an den Gefäßwänden verengen die Blutgefäße bis hin zum völligen Gefäßverschluss. In der westlichen Welt ist die Arteriosklerose mit Abstand die häufigste Todesursache. Das Risiko, an den Folgen einer schweren Arterienverkalkung zu sterben, ist größer als an Tumoren. Dass Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen mittels Stent via Herzkathetereingriff beseitigt werden können, ist mittlerweile vielen Menschen bekannt. Dass allerdings verengte oder verschlossene Blutgefäße im restlichen Körper ebenfalls mittels minimalinvasiver bildgestützter Kathetereingriffe hervorragend behandelt werden können, wissen hingegen nur wenige. Und doch war es gerade die sog. interventionelle Radiologie, die die ersten röntgengesteuerten Gefäßbehandlungen durchgeführt hat und somit als Vorläufer den heutzutage sehr erfolgreich eingesetzten Herzkathetereingriffen vorausging. 

Mit großem Vorteil für die Patienten: Denn interventionell-radiologische Techniken können oftmals chirurgische Eingriffe ersetzen, wodurch der Patient einem geringeren Risiko ausgesetzt wird und sich der nötige Krankenhausaufenthalt auf ein Minimum reduziert. Während zunächst die minimalinvasive Behandlung bei Gefäßverengungen ausschließlich durch das Aufdehnen von Gefäßen mithilfe eines Ballons (PTA: perlutane transluminale Angioplastie) erfolgte, wurden später zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses die ersten Stents implantiert, die erstmals hierfür entwickelt wurden. Darüber hinaus wird die interventionelle Radiologie auch erfolgreich zur Stillung von inneren Blutungen, beispielsweise bei Darmblutungen, eingesetzt. Ein weiteres Behandlungsfeld ist die Unterbindung der Blutzufuhr bei Tumoren, um sie auf diese Weise auszuhungern.

Als bundesweit zweites und bayernweit sogar erstes Radiologisches Institut überhaupt, konnte sich jetzt die Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie am Klinikum Kaufbeuren unter Leitung von Chefarzt Dr. Wolfgang Beinborn als DeGIR-Zentrum nach den strengen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) zertifizieren. Neben den gut funktionierenden Handlungsabläufen, hob Auditor Prof. Dr. Dierk Vorwerk vom Klinikum Ingolstadt vor allen Dingen auch die von außergewöhnlicher Kollegialität getragene Kooperation aller Fachdisziplinen innerhalb des zertifizierten Gefäßzentrums hervor. Das frisch zertifizierte DeGIR-Zentrum am Klinikum Kaufbeuren ist wichtiger Bestandteil des interdisziplinären Gefäßzentrums und garantiert höchste Behandlungsqualität bei minimalinvasiven, bildgestützten Eingriffen an Gefäßen. Ebenfalls Teil des Gefäßzentrums sind die Gefäßchirurgie sowie das Wundzentrum.

Besonders beeindruckt war Vorwerk von der Kompetenz des Chefarztes Beinborn, der „über eine langjährige Erfahrung mit Ausbildung an prominenten Ausbildungsstellen verfügt und die interventionelle Gefäßtherapie insbesondere umfangreich und mit großer Erfahrung darstellt“, so Vorwerk in seiner abschließenden Beurteilung.

Seit fast 30 Jahren beschäftigt sich Dr. Beinborn mit der interventionellen Radiologie. Er gilt in Fachkreisen als Experte, der oft von Kollegen anderer Kliniken um eine Zweitmeinung bei geplanten Interventionen konsultiert wird und gerne zu großen Röntgen-Kongressen als Fachreferent eingeladen wird. Darüber hinaus legt Dr. Beinborn stets größten Wert auf die Qualität seiner Arbeit und die gute Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen. Denn bei aller Faszination und Begeisterung für die interventionelle Radiologie, sagt Dr. Beinborn ganz klar: „Nicht alles ist minimalinvasiv behandelbar. Manches muss einfach operiert und in seltenen Fällen sogar auch mal amputiert werden." Das hänge ganz vom Verlauf bzw. vom Stadium der Erkrankung ab. Deshalb sei die fachübergreifende Zusammenarbeit im Gefäßzentrum mit seinen verschiedenen Disziplinen wie Gefäßchirurgie, Wundbehandlung, Innerer Medizin und Radiologie so wichtig, um zum Wohle des Patienten eine maßgeschneiderte und optimale Therapie zu finden.

DeGIR-Zentrum am Standort:
Klinikum Kaufbeuren


Dr.-Gutermann-Str. 2
87600 Kaufbeuren


Sekretariat
Frau Susanne Hübner, Frau Christine Gajić
Tel.: +49 (0)8341 42-4018
E-Mail: Radiologie-kf@kliniken-oal-kf.de

Standort Bereich Öffnungszeiten Status
An allen drei Standorten Sekretariat Mo - Fr: 08:00 - 16:00 Uhr geschlossen
ärzteteam
  1. Dr. med. Wolfgang Beinborn
    Dr. med. Wolfgang Beinborn
    Chefarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
  2. Dr. med. Hans-Peter Kern
    Dr. med. Hans-Peter Kern
    Leitender Oberarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie
  3. Dr. med. Annette Ruffer
    Dr. med. Annette Ruffer
    Oberärztin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie
  4. Dr. med. Ferdinand Franz Bayer
    Dr. med. Ferdinand Franz Bayer
    Oberarzt, Facharzt für Diagnostische Radiologie
  5. Katrin Bochenski
    Katrin Bochenski
    Oberärztin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie
  6. Simone Maucher
    Simone Maucher
    Leitung MTRA
  7. Vanessa Berlechner
    Vanessa Berlechner
    stellv. Leitung MTRA