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» Pankreaskrebszentrum Allgäu – die Experten bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse

Pankreaskarzinom: Zertifizierte Qualität für die Behandlung in Bayern
Chirurg während eines operativen Eingriffs

Pankreaskrebszentrum Ostallgäu-Kaufbeuren

Umfassende Diagnostik und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs im Allgäu und Bayerisch-Schwaben

Pankreaskrebs (Bauchspeicheldrüsenkrebs) ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die frühzeitig erkannt und behandelt werden muss. Mit unserer interdisziplinären Expertise stehen wir Ihnen während des gesamten Behandlungsprozesses zur Seite.

Freuen sich über die Auszeichnung zum Viszeralonkologischen Zentrum: Prof. Helmut Diepolder, Dr. Christina Schubert, Tilmann Lilje, Dr. Christoph Berghammer, Sabine Michling, Prof. Stefan Maier (v.l.n.r.). | © Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Was ist ein Pankreaskrebszentrum?

In Deutschland erkranken jährlich ca. 20.000 Menschen an Pankreaskrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 65 und 75 Jahren. Im Gegensatz zu Darmkrebs, der durch eine Vorsorgekoloskopie früh erkannt werden kann, gibt es beim Pankreaskarzinom bisher keine etablierte Vorsorgeuntersuchung. Umso wichtiger ist es, Alarmzeichen früh zu erkennen und schnell zu handeln.

Unser erfahrenes Team aus Viszeralchirurgen, Onkologen, Gastroenterologen und Radiologen setzt modernste medizinische Verfahren und individuell abgestimmte Therapieansätze nach der aktuellen S3-Leitlinie 2026 ein, um Ihre Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern.

Zertifizierung als Viszeral-Onkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)

Pankreaskrebs: Risikofaktoren, Früherkennung & Alarmzeichen

Risikofaktoren für Pankreaskrebs

Ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs besteht bei:

  • Familiärer Vorbelastung (Pankreaskrebs bei Verwandten 1. Grades)
  • Genetischen Risikofaktoren (z. B. BRCA1/2-Mutationen, PALB2, Lynch-Syndrom)
  • Diabetes mellitus (besonders neu aufgetretener Diabetes)
  • Nikotinabusus (Rauchen verdoppelt das Risiko!)
  • Adipositas (starkes Übergewicht)
  • Starkem/exzessivem Alkoholkonsum
  • Chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen (chronische Pankreatitis)

Häufige Frage: Kann man Pankreaskrebs vorbeugen?

Ja, indem Sie Risikofaktoren vermeiden:

  • Rauchen aufhören (Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor!)
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Gesundes Körpergewicht halten
  • Regelmäßige Bewegung

Alarmzeichen & Symptome: Wann zum Arzt?

Pankreaskrebs verursacht oft lange keine Beschwerden – oder unspezifische Symptome, die leicht übersehen werden. Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen:

  • Schmerzloser Ikterus: Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht) ohne Schmerzen | SOFORT HANDELN!
  • Gürtelförmige Oberbauchschmerzen: Schmerzen, die in den Rücken ausstrahlen | Baldmöglichst abklären
  • Ungewollter Gewichtsverlust: Rascher Gewichtsverlust ohne erkennbaren Grund | Baldmöglichst abklären
  • Inappetenz (Appetitlosigkeit): Plötzlicher Verlust des Appetits | Abklärung empfohlen
  • Neu aufgetretener Diabetes: Plötzliche Blutzuckerentgleisung | Abklärung empfohlen
  • Fettstühle / hellgefärbter Stuhl: Durch Gallestau (bei Tumoren im Pankreaskopf) | Abklärung empfohlen
Wichtig: Bei einem schmerzlosen Ikterus (Gelbsucht) ist eine unverzügliche Diagnostik notwendig!

Ihr primärer Ansprechpartner ist Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt. Diese/r kann Sie bei Beschwerden oder Alarmsymptomen direkt in unsere Klinik überweisen oder Sie können sich selbst in unserer Tumorsprechstunde vorstellen.

  • Tumorsprechstunde von Prof. Stefan Maier: freitags von 8:30 bis 14:00 Uhr
  • Terminvereinbarungen unkompliziert über unsere chirurgische Ambulanz unter +49 (0)8341 42-4002.

Diagnostik bei Pankreaskrebs: Schritt für Schritt

Häufige Frage: Wie wird Pankreaskrebs diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten, beginnend mit einer körperlichen Untersuchung und Anamnese. Anschließend kommen bildgebende Verfahren und gegebenenfalls eine Biopsie zum Einsatz. Die Ärzte des Pankreaskrebszentrums Kaufbeuren veranlassen für Sie die entscheidenden Untersuchungen und besprechen die Befunde im interdisziplinären Tumorboard.

Schritt 1: Basisdiagnostik
  • Meist bereits durch Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt durchgeführt.
  • Wird in unserem Zentrum nochmals wiederholt, damit sich das Behandlungsteam ein eigenes Bild der Oberbauchorgane machen kann.
Schritt 2: Bildgebende Verfahren
  • Zeigt Tumorgröße, Lagebeziehung zu Gefäßen und Nachbarorganen.
  • Kontrastmittelgabe ist zwingend erforderlich für eine genaue Beurteilung.
  • Strahlungsfreie Darstellung der Bauchspeicheldrüse, der Leber, des Bauchspeicheldrüsenganges und der Gallengänge.
  • Dient der schmerzfreien Diagnose zur besseren Einschätzung der Art des Tumors.
  • Hochauflösendes Ultraschallverfahren, bei dem ein Endoskop in Magen und Zwölffingerdarm eingeführt wird.
  • Eine der präzisesten Methoden zur Beurteilung der Bauchspeicheldrüse, da der Schallkopf direkt an der Organwand anliegt.
  • Endoskopisch-röntgenologisches Verfahren, bei dem Ärzte mit einer Kamera über den Mund in den Zwölffingerdarm vordringen.
  • Dient der Untersuchung von Gallengängen und Bauchspeicheldrüse sowie dem Einsetzen von Stents bei Tumoren oder der Entfernung von Gallensteinen, wenn diese im Gang feststecken.
Schritt 3: Ausbreitungsdiagnostik & Biopsie
  • Zum Ausschluss von Metastasen (Tochtergeschwülste) in Lunge oder anderen Organen.
  • Wird im Bedarfsfall durchgeführt, um die Diagnose Pankreaskarzinom sicher zu bestätigen.
ADRESSE

Dr.-Gutermann-Straße 2
87600 Kaufbeuren


KONTAKT

Patientenmanagement Pankreaskrebszentrum
Frau Sabine Michling
Anmeldung Tumorkonferenz
Tel.: +49 (0)8341/42-4520
E-Mail: Sabine.Michling@kliniken-oal-kf.de

Sekretariat Medizinische Klinik I – Gastroenterologie
Tel.: +49 (0)8341/42-4905
 E-Mail: Elke.Bauer@kliniken-oal-kf.de

Sekretariat Chirurgische Klinik I – Allgemeine, Viszeral- und Thoraxchirurgie
Anmeldung Tumorkonferenz
Tel.: +49 (0)8341/42-4002
Tel.: +49 (0)8341/42-4005
E-Mail: Ute.Keppeler@kliniken-oal-kf.de

Außerhalb der Sprechstundenzeiten:

Dienst Medizinische Klinik 1 – Telefon 08341/42-4601
Dienst Chirurgische Klinik 1 – Telefon 08341/42-1117

Tumorsprechstunde: Ihre erste Anlaufstelle

In unserer Tumorsprechstunde können Hausärzte, Fachärzte und Patienten selbst einen Termin vereinbaren – auch bei unklaren Befunden der Bauchspeicheldrüse, die z. B. als Zufallsbefund in einer CT-Untersuchung aufgefallen sind.

Die Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie verfügt über eine eigene Sprechstunde für Tumorpatienten. Hier werden:

  • Unklare Befunde der Bauchspeicheldrüse besprochen.
  • Befunde bei Bedarf in der Tumorkonferenz vorgestellt.
  • Kontrollintervalle festgelegt.

Wichtig: Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Besprechung ALLER auffälligen Befunde der Bauchspeicheldrüse sinnvoll ist – auch wenn der Verdacht auf Krebs noch nicht sicher ist.

Jetzt Termin in der Tumorsprechstunde vereinbaren:

  • Tumorsprechstunde von Prof. Stefan Maier: freitags von 8:30 bis 14:00 Uhr
  • Terminvereinbarungen unkompliziert über die chirurgische Ambulanz unter +49 (0)8341 42-4002.

Tumorkonferenz: Interdisziplinäre Behandlung nach S3-Leitlinie 2026

Die Tumorkonferenz ist das zentrale Element der fachübergreifenden Zusammenarbeit am Pankreaskrebszentrum Kaufbeuren. Beteiligte Disziplinen:

Ablauf der Tumorkonferenz

  • Vorstellung aller Befunde | die bisherige Diagnostik wird ausführlich analysiert
  • Erstellung des Therapieplans | Entsprechend der aktuellen S3-Leitlinie 2026 wird die optimale Therapie festgelegt.
  • Einbindung des Hausarztes | Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt wird zu der Konferenz eingeladen oder unmittelbar danach schriftlich informiert, sodass diese/r über das geplante Vorgehen Bescheid weiß.
  • Nachsorgeplanung | Auch nach erfolgter operativer Therapie werden alle Patienten in der Konferenz besprochen, um das weitere Vorgehen (z. B. Anschlussbehandlung, Nachsorgeuntersuchungen) festzulegen.

Tumorklassifikation: was ist das TNM-System?

In der Medizin hat sich zur Beurteilung und Klassifikation von Tumoren das sogenannte TNM-System bewährt.

  • T - steht dabei für den Krebs selber („Tumor“) und beschreibt Größe und Verhalten des Krebses, wobei T1 einen relativ kleinen Tumor und T4 einen Tumor beschreibt, der bereits über die Darmwand hinaus in angrenzende Organe gewachsen ist.
  • N - steht für Lymphknoten („Node“) und beschreibt die Anzahl der vom Tumor befallenen Lymphknoten.
  • M - steht für vorhandene Absiedelungen („Metastasen“). M0 bedeutet keine Metastasen, M1 bedeutet, dass Metastasen in anderen Organen, meist Leber und Lunge, vorhanden sind.

Zu diesen drei primären Qualitäten kommen noch eine Vielzahl weiterer Parameter hinzu, mit denen die Tumorausbreitung beschrieben wird.

Ziel dieser Klassifikation ist die genaue Festlegung des Tumorstadiums und damit verbunden die Planung der für dieses Tumorstadium und diesen Patienten optimalen Therapie.

Operative Therapie: Die beste Chance auf Heilung

Kann man Pankreaskrebs operieren? Ja! Die chirurgische Entfernung des Tumors ist derzeit die einzige Möglichkeit zur Heilung. Ob eine OP möglich ist, hängt vom Tumorstadium und der Lage des Krebses ab.

Wann ist eine Operation möglich?

  • Resektable Tumore (operierbar):
    • Der Tumor ist lokal begrenzt und hat keine Metastasen gebildet.
    • Die Gefäßbeteiligung erlaubt eine R0-Resektion (komplette Entfernung im Gesunden).
  • Borderline-resektable Tumore:
    • Der Tumor ist grenzwertig operierbar – hier kann eine neoadjuvante Chemotherapie (Vorbehandlung) den Tumor operabel machen.
  • Lokal fortgeschrittene Tumore:
    • Der Tumor ist nicht mehr operierbar (z. B. durch Gefäßinfiltration) – hier kommt ein multimodales Therapiekonzept zum Einsatz.
Operationsverfahren im Pankreaskrebszentrum Kaufbeuren

Was wird entfernt?

  • Pankreaskopf
  • Zwölffingerdarm (Duodenum)
  • Gallenblase und ein Teil des Hauptgallenganges
  • ggf. ein Teil des Magens
  • Lymphknoten entlang der Gefäße

Indikation: Tumore im Pankreaskopf (häufigste Tumorlokalisation).

Folgen: Einnahme von Verdauungsenzymen (Pankreasenzymsubstitution) ist in der Regel lebenslang notwendig, da die Bauchspeicheldrüse häufig nicht mehr genug Enzyme produziert.

Was wird entfernt?

  • Pankreasschwanz 
  • oft die Milz, da hier die Lymphknoten mit entfernt werden müssen

Indikation: 

  • Tumore im Pankreasschwanz oder -körper.

Folgen:

  • Diabetes mellitus kann auftreten oder sich verschlimmern (da die insulinproduzierenden Zellen im Schwanz liegen).

Wir führen alle gängigen Operationsverfahren durch – laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie), robotisch oder offen, je nach individueller Situation. Die Wahl des Operationsverfahrens (offen, laparoskopisch, robotisch) hängt von individuellen Faktoren ab, die wir Ihnen vor der OP gerne erläutern.

Chemotherapie bei Pankreaskrebs: Wann und wie?

Häufige Frage: Wann wird eine Chemotherapie bei Pankreaskrebs eingesetzt?
Die Chemotherapie ist ein zentraler Bestandteil der Pankreaskrebs-Therapie und wird je nach Tumorstadium und Zeitpunkt unterschiedlich eingesetzt.

Gut zu wissen:
Das oberste Ziel jeder Chemotherapie im Pankreaskrebszentrum Kaufbeuren ist das Wohlergehen und die Erhaltung der Lebensqualität des Patienten.

Häufig eingesetzte Schemata

  • FOLFIRINOX (für fitte Patienten)
  • Gemcitabin + Nab-Paclitaxel (Standardtherapie)
  • 5-FU/Folinsäure (bei älteren oder schwächeren Patienten)
Arten der Chemotherapie

Ziel:

  • Verkleinerung des Tumors, um eine R0-Resektion (komplette Entfernung im Gesunden) zu ermöglichen

Für wen?

  • Patienten mit borderline-resektablen Tumoren (grenzwertig operabel).

Ziel:

  • Verhinderung eines Rückfalls (Rezidiv) durch Abtötung eventuell verbleibender Krebszellen.

Für wen?

  • Patienten, bei denen Tumorzellen in die Lymphknoten gestreut haben (N1/N2).

Ziel:

  • Aufhalten oder Verlangsamen des Tumorwachstums.
  • Erhalt der Lebensqualität (Schmerzlinderung, Beschwerdefreiheit).

Für wen?

  • Patienten mit Metastasen (M1) oder lokal fortgeschrittenen, nicht operablen Tumoren.

Strahlentherapie bei Pankreaskrebs

Häufige Frage: Kann Strahlentherapie Pankreaskrebs heilen?

Die Strahlentherapie spielt bei Pankreaskrebs eine untergeordnete Rolle, kann aber in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Eine Heilung durch Strahlentherapie allein ist bei Pankreaskrebs nicht möglich. Sie wird immer in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt.

Einsatzgebiete der Strahlentherapie

  • In Kombination mit Chemotherapie (Radiochemotherapie) bei lokal fortgeschrittenen, nicht operablen Tumoren (z. B. bei Gefäßinfiltration).
  • Palliative Situation:
    • Schmerzlinderung bei lokal fortgeschrittenen Tumoren (z. B. Infiltration von Nerven).
    • Verbesserung der Lebensqualität durch Reduktion von Beschwerden.

Nachsorge bei Pankreaskrebs

Häufige Frage: Wie oft sollte ich nach einer Pankreaskrebs-OP zur Kontrolle?

Eine standardisierte Nachsorge wie beim Darmkrebs gibt es bei Pankreaskrebs nicht. Dennoch sind regelmäßige Kontrollen wichtig, um Rückfälle früh zu erkennen. Die Nachsorge wird individuell auf jeden Patienten abgestimmt. Ihr behandelnder Arzt erstellt einen personalisierten Nachsorgeplan für Sie.

Empfohlene Nachsorgeuntersuchungen
  • Alle 3–6 Monate in den ersten 2–3 Jahren nach der Therapie.
  • Jährlich bei stabiler Situation.
  • Tumormarker CA 19-9 (kann auf ein Rezidiv hinweisen).
  • Blutzuckerkontrollen (bei Diabetes-Risiko nach Pankreas-OP).
  • Alle 3–6 Monate durch Hausarzt oder Onkologen.
  • Regelmäßige Kontrollen bei Verdauungsproblemen oder Gewichtsverlust

STUDIEN-Pankreaskrebs-Zentrum Allgäu

Aktuelle Studien:

  • MALGAT (seit 01.04.2024)

Ergebnisqualität bei Darmkrebs: Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung

Häufige Fragen zu Pankreaskrebs (FAQ)

Allgemeine Fragen

Pankreaskrebs (medizinisch: Pankreaskarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungsenzyme und Hormone wie Insulin – bei Krebs sind diese Funktionen gestört.

Ja, wenn der Tumor früh erkannt und operiert wird. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei operablen Tumoren bei 20–30%. Bei fortgeschrittenen Stadien ist eine Heilung schwieriger, aber palliative Therapien können die Lebensqualität deutlich verbessern.

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, aber Risikofaktoren wie Rauchen, chronische Pankreatitis, Diabetes und genetische Veranlagung spielen eine Rolle.

Diagnostik & Behandlung

Die Diagnostik umfasst

  • Oberbauchsonografie
  • CT oder MRT des Abdomens
  • Endosonografie (EUS)
  • ERCP (bei Gallengangsverlegung)
  • Biopsie (Gewebeentnahme zur Bestätigung)

Die Pankreaskopfresektion ist die häufigste Operation bei Pankreaskrebs. Früher wurde der Magenausgangspförtner häufig mitentfernt (sog. Whipple-OP), heute wird meist dieser belassen (Pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion; pp-Whipple). Dabei werden Pankreaskopf, Zwölffingerdarm, sofern vorhanden die Gallenblase und ein Teil des Gallenganges entfernt. Danach ist oft eine lebenslange Einnahme von Verdauungsenzymen notwendig.

Pankreaskopfkarzinom:

  • Häufiger (ca. 70% der Fälle).
  • Führt oft zu Gelbsucht (Ikterus) durch Gallestau.
  • Whipple-OP ist die Standardtherapie.

Pankreasschwanzkarzinom:

  • Seltener, aber oft später erkannt (keine Gelbsucht).
  • Schwanzresektion ist die OP-Methode.
  • Höheres Diabetes-Risiko nach der OP.
Therapie & Prognose

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Übelkeit & Erbrechen (kann mit Medikamenten gelindert werden)
  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Blutbildveränderungen (z. B. Leukopenie → Infektionsrisiko)
  • Haarausfall (bei manchen Chemo-Schemata)
  • Durchfall oder Verstopfung

Die Prognose hängt stark vom Tumorstadium ab:

  • Lokal begrenzt (operabel): 5-Jahres-Überlebensrate: 20–30%
  • Lokal fortgeschritten (nicht operabel): Medianes Überleben: 12–18 Monate (mit Chemotherapie)
  • Metastasiert (Stadium IV): Medianes Überleben: 6–12 Monate (mit palliativer Therapie)

Wichtig: Jeder Patient ist anders! Die individuelle Prognose hängt von Alter, Allgemeinzustand, Tumorbiologie und Therapieansprechen ab.

Behandlung im Pankreaskrebszentrum Kaufbeuren

Studien zeigen, dass Patienten in spezialisierten Zentren wie unserem:

  • Bessere Überlebensraten haben.
  • Weniger Komplikationen nach Operationen erleben.
  • Zugang zu innovativen Therapien (z. B. klinische Studien) erhalten.
  • Interdisziplinäre Betreuung durch alle relevanten Spezialisten (Chirurgen, Onkologen, Radiologen etc.) bekommen.

Sie können entweder über Ihren Hausarzt eine Überweisung erhalten oder selbst einen Termin in unserer Tumorsprechstunde vereinbaren - für Menschen mit Tumordiagnose oder Verdacht auf eine bösartige Erkrankung. Orientierung, Informationen zu Therapieoptionen und Unterstützung bei der Terminorganisation für Betroffene.

  • Tumorsprechstunde von Prof. Stefan Maier: freitags von 8:30 bis 14:00 Uhr
  • Terminvereinbarungen unkompliziert über chirurgische Ambulanz unter +49 (0)8341 42-4002.

Ja! Alle leitliniengerechten Therapien (Diagnostik, OP, Chemotherapie, Strahlentherapie, Nachsorge) werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Zusätzliche Kosten entstehen für Sie nicht.

LEITUNGSTEAM PANKREASKREBSZENTRUM
  1. Prof. Dr. med. Helmut Diepolder
    Prof. Dr. med. Helmut Diepolder
    Chefarzt, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Internistische Intensivmedizin, Leiter Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
  2. Prof. Dr. med. Stefan Maier
    Prof. Dr. med. Stefan Maier
    Chefarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie, Facharzt für Thoraxchirurgie, stellvertr. Leiter Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
  3. Tilman Lilje
    Tilman Lilje
    Leitender Oberarzt, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Koordinator Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
  4. Dr. med. Petra Kisselbach
    Dr. med. Petra Kisselbach
    Oberärztin, Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie und Diabetologie, Koordinatorin Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
  5. Dr. med. Christina Caroline Schubert
    Dr. med. Christina Caroline Schubert
    Ltd. Oberärztin, Fachärztin für Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie, Koordinatorin Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
  6. Sabine Michling
    Sabine Michling
    Patientenmanagerin Viszeral-onkologisches Zentrum & Darmkrebszentrum
Netzwerk Pankreaskrebszentrum Kaufbeuren - Kooperationspartner

Herr Prof. Dr. med. Helmut Diepolder
Medizinische Klinik 1 – Gastroenterologie/Hepatologie, Endokrinologie/Diabetologie, Onkologie/Hämatologie, Nephrologie
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: 08341/42-4905
E-Mail: Elke.Bauer@kliniken-oal-kf.de

Herr Dr. med. Wolfgang Wistuba
Innere Medizin und Gastroenterologie
Peter-Dörfler-Straße 7
86807 Buchloe
Tel.: +49 (0) 8241 504-0
E-Mail: Renate.Stoeckle-Unger@kliniken-oal-kf.de

Frau Dr. Annette Ruffer
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: 08341 42-4018
Fax: 08341 42-4032
E-Mail: annette.ruffer@kliniken-oal-kf.de

Herr Prof. Dr. Stefan Maier
Chirurgische Klinik 1 – Allgemeine, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Telefon +49 (0)8341 42-4005
E-Mail: Stefan.Maier@kliniken-oal-kf.de

Herr Dr. J. Klasen
Herr PD Dr. B. Hartmann

Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin
Dr.-Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-7001
Fax: +49 (0)8341 42-7030
E-Mail: andrea.pielmeier@kliniken-oal-kf.de

Dr. Marlene Lessel
PD Dr. Andreas Gaumann

Institut für Pathologie Kaufbeuren - Ravensburg
Julius-Probst-Straße 4
87600 Kaufbeuren
Telefon: +49 (0)8341 96094-0
Telefax: +49 (0)8341 96094-26
E-Mail: info@pathologie-kaufbeuren.de
Internet: www.pathologie-kaufbeuren.de

MGZ Medizinisch Genetisches Zentrum
Leitung: Prof. Dr. med. Dipl. chem. Elke Holinski-Feder
Bayerstraße 3-5
80335 München
Tel.: +49 (0)89 3090886-0
Fax: +49 (0)89 3090886-66
E-Mail: info@mgz-muenchen.de

Praxis für Hämatologie & Onkologie – Kaufbeuren
Dr. Jurij-Alexander Pitako
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-7010
Fax: +49 (0)08341 42-7052
E-Mail: Jurij-Alexander.Pitako@kliniken-oal-kf.de

Überörtliche Gemeinschaftspraxis - Onkologie Allgäu
Dr. med. Matthias Küffner, Dr. med. Marion Küffner, Dr. med. Linda Berghammer
Hauptstraße 12
86825 Bad Wörishofen 
Tel.: +49 (0)8247 6449
Fax: +49 (0)8247 32905
E-Mail: info@onkologie-allgaeu.com
Internet: www.onkologie-allgaeu.com

Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie Kaufbeuren - Memmingen
Dr. Stefan Glocker, Dr. K. Meltke, Hr. R. Eckle 
Am Klinikum Kaufbeuren
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 999640-0
Fax: +49 (0)8341 999640-29
E-Mail: info@strahlentherapie-kaufbeuren.de
Internet: www.strahlentherapie-kaufbeuren.de

Klinikum Kaufbeuren
Leitung: Frau B. Ullmann
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-2811
E-Mail: birgit.ullmann@kliniken-oal-kf.de

Frau Sati Taskin
Klinikum Kaufbeuren
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-4736
Tel.: +49 (0)8341 42-3301
E-Mail: sati.taskin@kliniken-oal-kf.de

Klinikum Kaufbeuren
Ansprechpartnerinnen: Frau Susanne Sigva, Frau Mércia Nieberle 
Dr.-Gutermann-Str. 2
87600 Kaufbeuren
Telefon: +49 (0)8341 42-1058 / +49 (0)8341 42-1088
Telefax: +49 (0)8341 42-7943

Ansprechpartner am Klinikum Kaufbeuren:  Fr. Sylvia Gass, Fr. Janine Fischer-Nölkenbockhoff
Bezirkskliniken Schwaben -  Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren
Kemnater Str. 16
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 72-4556

Klinikum Kaufbeuren
Diplom-Theologe Hr. M. Mader (rk.)
Pastoralreferent Hr. M.l Rappold (rk.)
Diplom-Theologin Fr. R. Kreuzer
Dr. Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-0 (Vermittlung über die Zentrale)

Fr. Lariassa Marie Sirch
Staatl. geprüfte Diätassistentin
Zertifizierte Ernährungsberater in VFED
Klinikum Kaufbeuren
Dr.-Gutermann-Strasse 2
87600 Kaufbeuren
Telefon: +49 (0)8341 42-7094
Telefax: +49 (0)8341 42-7943
E-Mail: LarissaMarie.Sirch@kliniken-oal-kf.de

Palliativstation am Klinikum Kaufbeuren
Leitung: Chefärzte PD Dr. B. Hartmann und Dr. J. Klasen
Stationsleitung: Hr. Wolfgang Seitz
Dr.-Gutermann-Str. 2
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 42-2901
Fax: +49 (0)8341 42-2930

 

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung Kaufbeuren – Ostallgäu
Alleeweg 8
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 9667676

Hospizverein Kaufbeuren / Ostallgäu
Ökumenische Initiative
Herr Michael Feistl
Herr Karl-Heinz Wenzel
Alleeweg 8
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 994443
Fax: +49 (0)8341 9600722
E-Mail: info@hospizverein-kf-oal.de
Internet: www.hospizverein-kf-oal.de

Katholisch-Evangelische Sozialstation Kaufbeuren
Herr Hubert Eibner
Espach-Str. 16
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341 9522-0
Fax: +49 (0)8341 9522-30
E-Mail: info@sozialstation-kaufbeuren.de
Internet: www.sozialstation-kaufbeuren.de

 

Selbsthilfegruppe Kaufbeuren
Frau Monika Schilling 
Lindenstraße 13
87600 Kaufbeuren
Tel.: +49 (0)8341/7151152
Mobil: +49 (0)174/1386878
E-Mail: monischilling2@gmx.de
Internet: www.selbsthilfegruppe-kaufbeuren.de

Deutsche ILCO Landesverband Bayern e.V.
Internet: www.ilco.de