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24.02.2026

Minimalinvasive Gynäkologie: Höchste Auszeichnung für Kaufbeurer Chefärztin

Privatdozentin Dr. Enikö Berkes wurde kürzlich erneut als MIC-III-Operateurin zertifiziert. Die Personenzertifizierung der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) stellt die höchste Qualifikationsstufe für minimalinvasive gynäkologische Chirurgie in Deutschland dar.

PD Dr. Enikö Berkes (Mitte) während eines minimalinvasiven Eingriffs. | © Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
PD Dr. Enikö Berkes (Mitte) während eines minimalinvasiven Eingriffs.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich nun zum wiederholten Mal die strengen Qualitätskriterien dieser Zertifizierung erfüllen konnte“, freut sich die Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Kaufbeuren. „Sie verlangt nicht nur eine hohe Zahl komplexer minimalinvasiver Eingriffe, sondern auch die kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung und den Nachweis dauerhaft hoher operativer Behandlungsstandards.“

Die Auszeichnung steht für ein Maß an operativer Erfahrung und Spezialisierung, das selbst innerhalb der Fachdisziplin nur selten erreicht wird. „Gerade bei komplexen Krankheitsbildern ist viel Erfahrung entscheidend“, erklärt Berkes. „Mit der entsprechenden Spezialisierung können wir auch Eingriffe minimalinvasiv durchführen, die andernorts häufig noch als offene Operation erfolgen müssen.“ Laut der Gynäkologin werden die Eingriffe den Patientinnen entweder durch konventionelle Bauchspiegelungen angeboten oder mit dem DaVinci-Roboter. „Ziel ist es dabei immer, so gewebeschonend wie möglich zu operieren und gleichzeitig ein sicheres Behandlungsergebnis zu gewährleisten“, so Berkes abschließend.

Mit der Rezertifizierung von Dr. Enikö Berkes wird die hohe fachliche Spezialisierung der gynäkologischen Abteilung erneut bestätigt. Patientinnen profitieren davon, dass komplexe minimalinvasive Eingriffe auf höchstem Qualitätsniveau auch wohnortnah angeboten werden können.

Bei welchen Erkrankungen minimalinvasive Spezialchirurgie eingesetzt wird

Mit der MIC-III-Qualifikation können unter anderem folgende gynäkologische Erkrankungen minimalinvasiv behandelt werden:

  • starke Endometriose, auch wenn mehrere Organe wie Darm oder Blase betroffen sind
  • größere oder ungünstig gelegene Myome (gutartige Muskelknoten der Gebärmutter), bei denen die Gebärmutter möglichst erhalten werden soll
  • ausgeprägte Verwachsungen im Bauchraum, etwa nach früheren Operationen
  • komplizierte Operationen an Gebärmutter oder Eierstöcken, bei denen Präzision besonders wichtig ist
  • rekonstruktive Eingriffe, um Organe zu erhalten oder Funktionen zu verbessern
  • ausgewählte Eingriffe bei gynäkologischen Krebserkrankungen, sofern eine minimalinvasive Operation medizinisch sinnvoll ist
  • komplexe Beckenbodeneingriffe bei Senkungszuständen
  • Gebärmutterentfernung
  • gynäkologische Krebserkrankungen

Ob eine solche Operation infrage kommt, hängt immer vom individuellen Krankheitsbild ab und wird im persönlichen Gespräch sorgfältig geprüft.

Mehr Informationen zur Gynäkologie und Geburtshilfe der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren.
Mehr Informationen zur Gynäkologischen Krebstzentrum im Klinikum Kaufbeuren.