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Pneumologie

Haben Sie Husten oder Luftnot? Nicht selten liegt die Ursache im Fachbereich der Lungenheilkunde (Pneumologie). Die Pneumologie als Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich vornehmlich mit Erkrankungen des Atmungsapparates, allen voran der Lunge sowie der oberen Atemwege, der Pleura, des Zwerchfells, des Mediastinums und des Brustkorbes.

Lungenerkrankungen werden zunehmend detektiert und mithilfe moderner Methoden differenziert. Dabei werden auch neue Formen beschrieben. Aufgrund besser werdender diagnostischer Verfahren hat die Therapie der Lungenerkrankungen in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen.

Neben der pneumologischen Basisdiagnostik mittels Blutgasanalyse und Lungenfunktionstest (Bodyplethysmographie) bieten wir Belastungsuntersuchungen wie 6-Minuten-Gehtests und Spiroergometrie an.  Die bildgebenden Verfahren Röntgen- und Computertomographie ergänzen das notwendige Untersuchungsspektrum. Zur weiteren Entitätssicherung sind diagnostische Eingriffe mittels einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie), z. B. Entnahme von Spülflüssigkeiten und Gewebeproben, häufig von Nöten.

Neben geplanten Eingriffen stellt jedoch auch die Akutbronchoskopie im Rahmen der Notfallversorgung einen wichtigen Bestandteil dar.

Leistungsspektrum

Die Volkskrankheiten Asthma und COPD gehören zu den obstruktiven Atemwegserkrankungen.  Eine eindeutige Differenzierung gelingt nicht immer, nicht selten sind Mischformen möglich.

Trotz sehr ähnlicher Symptome (Husten, plötzliche Luftnot) unterscheiden sie sich wesentlich in Ursache, Verlauf und Prognose. Asthma tritt sehr häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter auf. Ein wichtiges Merkmal ist die Reversibilität der Atemwegsverengung. Dies lässt sich lungenfunktionell durch die Einsekundenkapazität objektivieren. Insbesondere beim Asthma spielt die Allergiediagnostik eine große Bedeutung. Ein wesentlicher Bestandteil der Basistherapie ist ein kortisonhaltiges Inhalativum.

COPD ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Bronchien. In den allermeisten Fällen wird sie durch Rauchen verursacht. Die Atemwegsverengung ist nicht reversibel, im Krankheitsverlauf leiden die Patienten zunächst unter Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung werden zunächst bronchialerweiterende Inhalationen verabreicht, in späteren Stadien werden Kortisonpräparate zusätzlich verordnet. Häufig ist dann auch eine dauerhafte Sauerstoffversorgung oder sogar Heimbeatmung notwendig.

Eine ganz andere, sehr heterogene Gruppe von Lungenerkrankungen bilden die sogenannten interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD). Diese betreffen – im Unterschied zu Asthma und COPD – das Lungengewebe direkt (das sogenannte Interstitium). Die Ursachen der ILD sind so vielfältig wie die Erkrankungen selbst. So können z.B. im Rahmen einer Rheumaerkrankung Lungenveränderungen auftreten. Eine Differenzierung und Diagnosesicherung bestimmt jedoch nicht nur die Therapie, sondern auch Prognose der Grunderkrankung. Die Beschwerden sind häufig sehr unspezifisch. Chronischer Husten und langsam zunehmende Luftnot bei Belastung sind jedoch häufig die ersten klinischen Vorboten.

„Rauchen gefährdet die Gesundheit.“ Einer der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs ist Rauchen. Statistisch gesehen gehört Lungenkrebs weiterhin zu den häufigen Erkrankungen in Deutschland mit ungünstiger Prognose und steht mit Abstand an oberster Stelle der Krebstodesursachen.

Mithilfe der bildgebenden Verfahren sowie der Lungenspiegelung zur Gewinnung von Gewebeproben kann hier eine Entitätsdiagnose gesichert werden. Durch aufwendige molekulargenetische Untersuchungen kann eine Subdifferenzierung ermöglicht werden. Die Diagnose und mögliche Therapiealternativen werden dann in einem interdisziplinären Lungenboard mit den Kollegen der Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie gestellt und besprochen.

Die Würde und Lebensqualität des Menschen sind ein hohes Gut, die es bis zum Schluss zu erhalten gilt. Mit der Unterstützung unseres Sozialdienstes und der Seelsorge ermöglichen wir die Hilfe am Lebensende. Hier stehen insbesondere die Begleitung der Patienten und der Angehörigen im Vordergrund. Zudem besteht die Möglichkeit der außerklinischen Versorgung mittels der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) oder die Unterbringung in eine Palliativstation oder Hospiz als Einrichtungen der Sterbebegleitung.

Schlafbezogene Atemstörungen

Leiden Sie an Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen oder morgendliche Kopfschmerzen? Was passiert, wenn man nachts schläft und sich dennoch am nächsten Tag nicht erholt fühlt? Menschen mit schlafbezogenen Atemstörungen kennen solche Beschwerden.  Diese umfassen eine heterogene Gruppe mit teils Atemstillstand (Apnoe) oder reduziertem Atemfluss (Hypopnoe) während des Schlafes.  Die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) ist gekennzeichnet durch längere Atempausen. Dadurch kommt kurzzeitig kein Sauerstoff mehr ins Blut. Folge sind relevante Sauerstoffentsättigung und Ausschüttung von Stresshormonen. Sie gilt als ein Hauptrisikofaktor für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinfarkte, Schlaganfall). Mithilfe einer nächtlichen kleinen Schlafmessung (Polygrafie) kann man diese detektieren und entscheiden, ob eine Vorstellung im Schlaflabor angezeigt ist.

 

Akutes/Chronisches Lungenversagen und Nicht-invasive Beatmungsmedizin

Kann die Lunge nicht genügend Sauerstoff aufnehmen oder ist die Atemmuskulatur geschwächt, kann nicht selten ein lebensbedrohlicher Zustand folgen. Zu den klassischen Erkrankungsgruppen gehört die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), aber auch eine akute oder chronische Herzschwäche kann  Ursache eines plötzlichen „Atemnotzustandes“ sein. Zur Behandlung der Sauerstoffunterversorgung bzw. des Kohlendioxidüberschusses kann hier über spezielle Mund-Nasen-Masken auch am wachen Patienten eine Beatmung und somit Entlastung und Stabilisierung des kardiorespiratorischen Systems erfolgen. Bei chronisch fortgeschrittenem Erkrankungsprozess kann hier auch die Notwendigkeit der Fortführung der Maskenbeatmung im häuslichen Setting bestehen. In aller Regel ist die Benutzung dieses Gerätes unkompliziert und erlaubt vor allem durch die zumeist nächtliche Anwendung die Möglichkeit der Teilnahme an Alltagsaktivitäten.

Die Ursachenabklärung steht an oberster Stelle, um eine spezifische und patientenorientierte Therapie gewährleisten zu können.  Je nach Befunden ist dann die Einleitung von Ventilationsverfahren wie CPAP, BIPAP oder einer Sauerstofftherapie indiziert. Vor Entlassung wird geprüft, ob eine häusliche Sauerstoffversorgung oder Heimbeatmung notwendig ist.

Nicht nur in der Pneumologie und Beatmungsmedizin – z. B. nach langer Beatmung auf einer Intensivstation mit protrahiertem Entwöhnungsprozess – sondern insbesondere im Fachbereich der Neurologie besteht häufig der Verdacht auf eine Schluckstörung (z. B. nach Schlaganfall). Wenn der Schluckakt gestört ist, besteht die große Gefahr, dass Speichel oder Nahrung in die Lunge gerät - die Folge sind schwere Lungenentzündungen. Mithilfe der endoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) können wir den komplexen Schluckakt direkt einsehen und beurteilen, welche Nahrungsform (flüssig, breiig, fest) ohne Probleme geschluckt werden kann und welche nicht. Bei pathologischem Ergebnis erfolgt ein intensives Training und Therapie mit unseren Schlucktherapeuten (Logopäden).

  • Blutgasanalyse (BGA): Blutuntersuchung, bei der überprüft wird, wieviel Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut vorhanden sind. Der Untersucher kann hierbei erkennen, wie gesund oder krank die Lunge ist. Ebenso können mit diesem Diagnoseverfahren Rückschlüsse auf Stoffwechsel- und andere Erkrankungen gezogen werden (z. B. Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen, …).
  • Lungenfunktionstest (Spirometrie und Bodysplethysmographie): hiermit wird gemessen, wieviel Luft ein- und ausgeatmet werden kann. Zudem können Atemflussbehinderungen und Widerstände gemessen werden (z. B. Atemwegsverengung bei Asthma oder COPD). Die Messergebnisse lassen sich grafisch in Form darstellen und dienen nicht nur der Diagnose, sondern auch der Verlaufskontrolle. 
  • Spiroergometrie: Verfahren, bei der die Lunge als auch das Herz-Kreislaufsystem unter körperlicher Belastung untersucht werden. Hierbei wird neben der Aufzeichnung von Blutdruck, Puls und EKG die Konzentration der Ausatemluft (Sauerstoff und Kohlendioxid) über eine Maske gemessen. Auch dient diese Untersuchung zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit (guter / schlechter Trainingszustand). 
  • Lungenspiegelung / Bronchoskopie: Hierzu werden dem Patienten in Vorbereitung schlafwirksame Medikamente gespritzt, so dass man die eigentliche Untersuchung nicht mitbekommt. Schläft der Patient, kann anschließend das Gerät (Bronchoskop) über Nase oder Mund in die Atemwege eingeführt werden. Mithilfe einer Kamera am Ende des Bronchoskops kann man sich die Lunge und Atemwege von innen anschauen. Bei gehäuften Atemwegsinfekten kann so z. B. eine spezifische Erregerdiagnostik mit Gewinnung von Bronchialsekret erfolgen (gehäufte COPD-Exazerbationen). Eine viel größere Bedeutung erhält die Lungenspiegelung im Rahmen der Gewinnung von Gewebsproben (u. a. Lungenkrebsdiagnostik, interstitielle Lungenerkrankungen).

Medizinische Klinik - Pneumologie am Standort:
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