Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für einen orthopädischen Arztbesuch. Das Kniegelenk ist eines der größten und komplexesten Gelenke des Körpers – entsprechend vielfältig sind die möglichen Ursachen von Beschwerden. Von akuten Verletzungen wie einem Kreuzbandriss bis zu chronischen Erkrankungen wie Kniearthrose: Unsere orthopädischen Teams im Klinikverbund Ostallgäu-Kaufbeuren bieten Ihnen eine umfassende Diagnostik und ein breites Spektrum moderner Behandlungsoptionen.
Knieschmerzen können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln.
Die Kniearthrose ist die häufigste Ursache für chronische Knieschmerzen. Dabei nutzt sich der Gelenkknorpel nach und nach ab, bis Knochen an Knochen reibt. Das führt zu Schmerzen, Schwellungen und zunehmender Bewegungseinschränkung.
Typische Symptome sind:
Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
Belastungsschmerzen beim Gehen oder Treppensteigen
Knirschen oder Reibegeräusche
Schwellungen durch entzündliche Reaktionen
Risikofaktoren wie Fehlstellungen (X- oder O-Beine), Übergewicht, frühere Verletzungen oder genetische Veranlagung erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose.
Der Meniskus dient als Stoßdämpfer im Knie. Durch abrupte Drehbewegungen – besonders beim Sport – oder durch altersbedingten Verschleiß kann er einreißen.
Typische Symptome:
stechende Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Knies
Blockade- oder Einklemmungsgefühl
Schwellung des Kniegelenks
Bewegungseinschränkungen
Ein unbehandelter Meniskusschaden kann langfristig zur Arthrose führen, da die Schutzfunktion im Gelenk reduziert ist.
Ein Riss des vorderen Kreuzbands entsteht häufig beim Sport, etwa beim Skifahren, Fußball oder Handball. Er entsteht meist durch Verdrehungen oder abrupte Richtungswechsel.
Typische Symptome sind:
plötzlich starker Schmerz
schnell einsetzende Schwellung
Knack- oder Reißgeräusch
Instabilität („Wegknicken“)
Ein unbehandelter Kreuzbandriss kann langfristig zu Instabilität und Schäden am Meniskus oder Knorpel führen.
Knorpelgewebe nutzt sich durch Überlastung, Verletzungen oder Fehlstellungen ab.
Symptome:
belastungsabhängige Schmerzen
Schwellungen
Gefühl von Instabilität
eingeschränkte Beweglichkeit
Früher galt Knorpelschaden als irreparabel – heute gibt es zahlreiche regenerative Verfahren.
Wiederholte Belastung beim Sport oder im Beruf kann zu schmerzhaften Reizungen führen.
Typisch:
lokale Druckschmerzen
Schwellungen
Beschwerden beim Treppensteigen oder Hocken
Beispiele:
Patellaspitzensyndrom („Jumper’s Knee“)
Schleimbeutelentzündung, z. B. Bursitis praepatellaris
Sehnenreizungen (Patellar- oder Quadrizepssehne)
Bei uns erhalten Sie eine sorgfältige Untersuchung mit:
ausführlicher klinischer Diagnostik
digitalem Röntgen
Ultraschall
MRT in komplexen Fällen
Bewegungsanalyse
Gelenkspiegelung (diagnostisch & therapeutisch)
Unser Ziel ist eine Therapie, die auf Ihr individuelles Beschwerdebild abgestimmt ist.
Sie haben Schmerzen im Knie und möchten Ihre Beschwerden von unseren Spezialisten abklären lassen? Kontaktieren Sie unsere Fachpraxen in Kaufbeuren.
Am Mühlbach 1
87600 Kaufbeuren
ÖFFNUNGSZEITEN
Mo - Fr: 8 - 17 Uhr
KONTAKT
Tel.: +49 (0) 8341 100 777
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Termine nach Vereinbarung
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Wir setzen zunächst auf konservative Therapieformen. Falls ein Eingriff vonnöten ist, gehen wir hier möglichst mit minimalinvasiven OPs vor mit kleinen Schnitten. Wenn konservative Maßnahmen die Schmerzen nicht mehr ausreichend lindern, kann eine Knie-Endoprothese die Lebensqualität deutlich verbessern.
Ziel ist es, die Muskulatur zu stärken, Fehlbelastungen auszugleichen und die Beweglichkeit zu verbessern.
Effekte:
Schmerzlinderung
Stabilisierung des Kniegelenks
bessere Gelenkführung
Vermeidung oder Verzögerung einer Operation
Häufig eingesetzt:
muskuläres Stabilisationstraining
Mobilisation
Koordinationsübungen
Gangschulung
Unsere Kliniken verfügen über eine hochqualifizierte, spezialisierte Physiotherapie, die langjährige Erfahrung in der Behandlung komplexer Knieerkrankungen mitbringt.
Die Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng abgestimmt mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zusammen. Dadurch entstehen maßgeschneiderte Therapiepläne, die exakt auf die Diagnose, den Heilungsverlauf und die individuellen körperlichen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind.
Bei arthrotischen oder entzündlichen Beschwerden kommen verschiedene Injektionstherapien zum Einsatz:
Hyaluronsäure: verbessert die Gleitfähigkeit im Gelenk und kann Schmerzen über Monate reduzieren.
Kortison: wirkt stark entzündungshemmend – sinnvoll bei akuten Schwellungen.
Eigenbluttherapie (PRP): fördert Regenerationsprozesse, besonders bei Verschleiß- oder Sehnenerkrankungen.
Zudem können entzündungshemmende Medikamente (NSAR) kurzfristig helfen.
Eine wirksame Schmerztherapie ist ein zentraler Baustein der Behandlung von Kniebeschwerden. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Entzündungen zu beruhigen und dadurch eine bessere Beweglichkeit zu ermöglichen. In den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen wir insbesondere auf:
entzündungshemmende Medikamente (NSAR) zur kurzfristigen Linderung
Infiltrationen direkt ins Gelenk oder an gereizte Strukturen
multimodale Schmerztherapie bei chronischen Beschwerden (Kombination aus Medikamenten, Physiotherapie und Verhaltenstherapie)
Schmerzaustestung zur Abklärung, welche Strukturen Schmerzen verursachen
Durch eine individuelle Anpassung der Schmerztherapie schaffen wir optimale Voraussetzungen für Physiotherapie, Training und weitere Therapien – und erhöhen damit die Chance auf eine dauerhafte Besserung.
Kniebandagen und Orthesen stabilisieren das Gelenk und entlasten beschädigte Strukturen, z. B. bei Meniskusverletzungen oder Bandinstabilitäten.
Bei Arthrose können Entlastungsorthesen die Last von geschädigten Knorpelbereichen nehmen.
Übergewicht zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für die Entstehung und das Fortschreiten einer Kniearthrose. Jedes zusätzliche Kilogramm belastet das Kniegelenk im Alltag um ein Vielfaches – besonders beim Treppensteigen oder längeren Gehen. Eine gezielte Gewichtsreduktion kann daher entscheidend dazu beitragen, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und den Fortschritt der Arthrose zu verlangsamen.
geringere Belastung auf Knorpel, Menisken und Bänder
weniger Entzündungsreaktionen im Gelenk
bessere Voraussetzungen für physiotherapeutische Maßnahmen
Verzögerung oder Vermeidung operativer Eingriffe
nach Operationen: bessere Heilung und geringeres Komplikationsrisiko
Bereits 5–10 % Gewichtsverlust können spürbare Verbesserungen der Beschwerden bewirken.
Wir begleiten Patientinnen und Patienten mit Arthrose bei allen Aspekten einer gesunden und nachhaltigen Gewichtsreduktion – von Ernährungsberatung über Bewegungsprogramme bis hin zur Abklärung internistischer Faktoren.
Dabei besteht ein enger, strukturierter Austausch mit dem Adipositaszentrum Ostallgäu.
Dies gewährleistet:
eine gemeinsame, interdisziplinäre Bewertung der individuellen Situation
abgestimmte Behandlungswege bei starkem Übergewicht oder Adipositas
Zugang zu spezialisierten Diagnostik- und Therapieangeboten
eine nahtlose Betreuung, etwa wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen
koordinierte Unterstützung bei der Entscheidung für eine mögliche adipositaschirurgische Therapie
So stellen wir sicher, dass Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose eine umfassende, medizinisch fundierte und persönliche Betreuung erhalten – sowohl hinsichtlich Schmerzreduktion als auch langfristiger Gewichtsoptimierung.
Bei einem Meniskusriss ist das Ziel moderner Orthopädie nicht mehr die Entfernung, sondern der Erhalt des Meniskus. Die Meniskusrekonstruktion (Meniskusnaht) ist heute ein etabliertes und besonders gelenkschonendes Verfahren.
Sie wird arthroskopisch durchgeführt und eignet sich vor allem für frische, gut durchblutete Risse. Vorteile:
Erhalt der natürlichen Stoßdämpferfunktion
geringeres Risiko für spätere Arthrose
stabile Heilung durch moderne Nahttechniken
schnelle Rückkehr zu Alltag und Sport
Wenn der Meniskus reparabel ist, hat die Rekonstruktion klare Vorteile gegenüber einer Teilentfernung.
Freie Gelenkkörper („Gelenkmaus“) sind kleine Knorpel- oder Knochenteilchen, die sich im Gelenk lösen und einklemmen können. Viele Patienten erleben:
plötzliche Blockaden
stechende Schmerzen
Knacken oder Springen im Gelenk
Schwellungen
Die arthroskopische Entfernung freier Gelenkkörper ist ein minimalinvasiver Eingriff, der:
die Beweglichkeit sofort verbessert
Schmerzen meist vollständig beseitigt
das Risiko für Folgeschäden (z. B. Knorpelverletzungen) reduziert
Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten und führt zu einer sehr schnellen Erholung.
Bei funktionell relevanten Instabilitäten wird das vordere Kreuzband durch eine körpereigene Sehne (z. B. Semitendinosus) ersetzt.
Moderne Methoden ermöglichen:
anatomische Rekonstruktion
hohe Stabilität
rasche Rückkehr zu Alltag und Sport
Hierzu gehören:
Mikrofrakturierung
Knorpelglättung
ACT (autologe Chondrozytentransplantation)
AMIC-Technik
Knorpelersatzimplantate
Ziel:
die natürliche Gleitfähigkeit des Gelenks wiederherzustellen und Arthrose zu verhindern oder zu verzögern.
MEHR INFORMATIONEN
Kontakt, Öffnungszeiten und weitere nützliche Aukünfte zur Unfallchirurgie und orthopädischen Chirurgie am Klinikum Kaufbeuren
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Kontakt, Öffnungszeiten und weitere nützliche Aukünfte zur Unfallchirurgie und orthopädischen Chirurgie der Klinik Füssen
Eine Teilendoprothese, auch Unikondyläre Schlittenprothese genannt, ersetzt nur den geschädigten Anteil des Kniegelenks. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Verschleiß (Arthrose) nur in einem Gelenkabschnitt vorliegt – meist im inneren (medialen) Kompartiment.
Arthrose in einem einzigen Gelenkanteil
stabile Kreuzbänder
intakte Menisken in den nicht betroffenen Bereichen
gute Beinachse ohne starke Fehlstellung
Die Teilprothese hat – wenn möglich – deutliche Vorteile gegenüber einer Total-Endoprothese:
Erhalt von Knochen und gesunder Gelenkfläche
natürlicheres Bewegungsgefühl als bei einer Totalprothese
geringeres Trauma, da das Gelenk nur teilweise ersetzt wird
geringere Schmerzen nach der Operation
kürzere Rehabilitationszeiten
höhere Beweglichkeit und oft schnellere Rückkehr in Alltag und Beruf
Die Operation erfolgt in unseren Kliniken meist minimalinvasiv, wodurch das Gewebe maximal geschont
Eine Total-Endoprothese ersetzt die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkel vollständig und kommt bei fortgeschrittener Kniearthrose zum Einsatz, wenn alle Gelenkabschnitte betroffen sind oder starke Fehlstellungen bestehen.
ausgeprägte Arthrose in mehreren Gelenkkompartimenten
starke Schmerzen auch in Ruhe
zunehmende Bewegungseinschränkung
Fehlstellungen wie O-Beine / X-Beine
arthrotisch bedingte Instabilitäten
Versagen konservativer Therapien
Moderne Knieprothesen zeichnen sich durch hohe Haltbarkeit und natürliche Bewegungsmechanik aus:
präzise Passform dank digitaler Planung
langlebige Materialien (z. B. hochvernetzter Polyethylen-Gleitkern)
hohe Stabilität im Alltag
deutliche Schmerzlinderung oder vollständige Schmerzfreiheit
optimierte Beinachse, die langfristige Funktion verbessert
In unseren Kliniken werden TEPs häufig mit navigationsgestützten Systemen eingesetzt, um die Ausrichtung millimetergenau zu optimieren.
Moderne Knieendoprothetik setzt zunehmend auf digitale Unterstützung. In den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren kommen navigationsgestützte Systeme zum Einsatz, die Chirurgen dabei helfen, Prothesen exakt auszurichten.
Die Vorteile für Patientinnen und Patienten:
präzisere Positionierung des Implantats
optimale Beinachse → bessere Stabilität
geringeres Risiko für vorzeitige Lockerung
langfristig bessere Funktion und Haltbarkeit der Prothese
reproduzierbare, hochgenaue Ergebnisse
Die Navigation führt zu mehr Sicherheit und ist insbesondere bei anatomischen Besonderheiten oder komplexen Fällen hilfreich.
Minimalinvasive operativen Zugänge haben die Kniechirurgie in den letzten Jahren entscheidend verändert. Sie schonen Muskulatur, Kapsel und Weichgewebe und ermöglichen dadurch:
deutlich kleinere Hautschnitte
weniger Schmerzen nach der OP
geringeren Blutverlust
schnellere Mobilisation
kürzere stationäre Aufenthaltsdauer
schnellere Rückkehr in Alltag & Beruf
Sowohl bei arthroskopischen Eingriffen als auch bei Knieprothesen (z. B. minimalinvasive TEP) arbeitet unser Team mit modernen, gewebeschonenden Verfahren.
Eine Knieprothese hält im Durchschnitt 15–20 Jahre. In seltenen Fällen kann sie früher gewechselt werden müssen – etwa durch Lockerung, Infektionen oder starke Abnutzung. Die sogenannte Wechseloperation oder Revision ist ein hochspezialisierter Eingriff, der besondere Erfahrung erfordert.
Lockerung des Implantats (mechanisch oder biologisch)
Infektion im Gelenk
starke Abnutzung der Gleitflächen
Frakturen oder Knochenschäden rund um die Prothese
Fehlstellung des Implantats
anhaltende Schmerzen trotz intakter Prothese
Die defekte oder gelockerte Prothese wird entfernt und durch eine neue Prothese ersetzt. Häufig sind dabei besondere Maßnahmen erforderlich:
Ersatz von knochendefekten durch Spezialimplantate oder Knochenaufbau
Einsatz modularer Prothesen mit längeren Schäften
ggf. mehrzeitiges Vorgehen bei Infektionen (z. B. Einbringen eines Antibiotika-Spacers)
Revisionschirurgie gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Orthopädie. Unsere Endoprothetik-Spezialisten verfügen über:
langjährige Erfahrung in der Revisionschirurgie
moderne Implantatsysteme und modulare Prothesen
digitale Planungssoftware
enge Zusammenarbeit mit Radiologie und Physiotherapie
Das Ziel jeder Wechseloperation ist eine stabile, langlebige und schmerzfreie Gelenkfunktion.
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Weiterführende nützliche Aukünfte zum Gelenkersatz und dem neuen Rapid Recovery Programm am Klinikum Kaufbeuren
Knieschmerzen können viele Ursachen haben, darunter:
Kniearthrose (Verschleiß des Gelenkknorpels)
Meniskusrisse oder Meniskusschäden
Kreuzbandrisse oder Instabilitäten
Knorpelschäden oder freie Gelenkkörper
Überlastungen, Sehnenreizungen oder Schleimbeutelentzündungen
Die genaue Ursache lässt sich durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Röntgen, Ultraschall und MRT zuverlässig feststellen.
Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn:
die Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten
das Knie stark anschwillt oder blockiert
Instabilität („Wegknicken“) auftritt
der Schmerz nachts oder in Ruhe besteht
konservative Maßnahmen wie Schmerzmittel oder Physiotherapie nicht ausreichen
Frühzeitige Diagnose verhindert Folgeschäden und ermöglicht eine individuell abgestimmte Therapie.
Zu den bewährten konservativen Maßnahmen zählen:
Physiotherapie und gezielter Muskelaufbau
Orthesen und Bandagen zur Stabilisierung
Schmerztherapie (medikamentös, Infiltrationen, Hyaluronsäure)
Gewichtsreduktion bei Übergewicht (in Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum Ostallgäu)
Schonende Bewegung, z. B. Radfahren oder Schwimmen
Oft reichen diese Maßnahmen aus, um Schmerzen deutlich zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern.
Operative Eingriffe werden erwogen, wenn:
konservative Therapie keinen ausreichenden Erfolg bringt
akute Verletzungen vorliegen (z. B. Meniskusriss, Kreuzbandruptur)
fortgeschrittene Arthrose die Lebensqualität stark einschränkt
Operationsmöglichkeiten umfassen arthroskopische Eingriffe, Meniskusrekonstruktionen, Knorpeltherapie, Teil- oder Total-Endoprothesen sowie Wechseloperationen bei bereits bestehenden Implantaten.
Eine Teilprothese (Schlittenprothese) ersetzt nur den geschädigten Gelenkanteil, z. B. bei einseitiger Arthrose. Vorteile:
Erhalt gesunder Gelenkanteile
schnellerer Heilungsverlauf
natürliches Bewegungsgefühl
geringere Schmerzen nach der OP
Die Entscheidung trifft das Ärzteteam individuell basierend auf Röntgenbildern, Untersuchung und Patientenwunsch.
Die Total-Endoprothese ersetzt das gesamte Kniegelenk und wird bei fortgeschrittener Arthrose oder bei ausgeprägten Fehlstellungen eingesetzt. Vorteile:
deutliche Schmerzlinderung
Wiederherstellung der Gelenkfunktion
langfristige Stabilität
präzise Ausrichtung durch moderne Navigationstechnologien
Wenn eine bereits implantierte Knieprothese locker wird, sich abnutzt oder Probleme verursacht, ist eine Wechseloperation notwendig. Dabei wird die alte Prothese entfernt und durch eine neue ersetzt.
Die Operation erfordert spezialisierte Expertise, ggf. Knochenaufbau und modulare Prothesen. Ziel: stabile, schmerzfreie Gelenkfunktion.
Die Reha hängt vom Eingriff ab:
Arthroskopie: meist wenige Wochen
Meniskusrekonstruktion: ca. 4–8 Wochen
Teilprothese: ca. 6–8 Wochen bis zu leichter Belastung, Vollbelastung meist nach 8–12 Wochen
Total-Endoprothese: intensive Physiotherapie über 8–12 Wochen, volle Funktionsfähigkeit nach 3–6 Monaten
Unsere erfahrene Physiotherapie-Abteilung erstellt individuelle Therapiepläne in enger Absprache mit den behandelnden Ärzten.
Ja – moderater Sport ist sogar empfehlenswert. Geeignete Aktivitäten:
Radfahren
Schwimmen
Nordic Walking
gelenkschonendes Krafttraining
Sportarten mit starken Drehbewegungen, Sprüngen oder abrupten Richtungswechseln sollten reduziert werden. Ein individueller Trainingsplan unterstützt die Gelenkgesundheit.
Übergewicht erhöht die Belastung des Kniegelenks erheblich. Schon 5–10 % Gewichtsverlust können Schmerzen spürbar reduzieren und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen.
Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einer engen Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum Ostallgäu, das Ernährung, Bewegung und medizinische Beratung integriert.
Arthroskopie: minimalinvasive Gelenkspiegelung
Meniskusrekonstruktion: gelenkerhaltend und gewebeschonend
Innovative Navigationstechnologien: millimetergenaue Implantation
Minimalinvasive Endoprothesen: kleine Schnitte, schnelle Genesung
Diese modernen Verfahren ermöglichen präzise Eingriffe, weniger Schmerzen und kürzere Reha-Zeiten.
erfahrene Fachärzte für Orthopädie & Unfallchirurgie
spezialisierte Endoprothetik-Teams
zertifizierte Zentren
moderne OP-Säle
individuelle Beratung und Therapieplanung
enge Zusammenarbeit mit Physio- und Rehazentren