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25.10.2023

Prognostiziertes Jahresergebnis 2023: Inflation führt auch bei den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren zu steigendem Verlust

Die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren gehen laut eigener Hochrechnung von einem Defizit in Höhe von 9,7 Millionen Euro für das Jahr 2023 aus.

Beleuchtete Fassade über dem Haupteingang des Klinikums Kaufbeuren. Bild: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren | © Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Beleuchtete Fassade über dem Haupteingang des Klinikums Kaufbeuren. Bild: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

„Es tritt genau das Szenario ein, auf das wir seit einem halben Jahr hinweisen“, betont Andreas Kutschker. „Die Kliniken werden von der Bundespolitik im Stich gelassen und bleiben auf den hohen Kostensteigerungen sitzen, denen sie aufgrund der Inflation und Tarifabschlüssen ausgesetzt waren und immer noch sind“, führt der Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren aus. So seien sowohl die Sach- als auch die Personalkosten in 2022 und 2023 deutlich gestiegen, erklärt Kutschker. Die Kliniken können diese Kostensteigerungen jedoch nicht weitergeben aufgrund des starren Vergütungssystems, das auf Fallpauschalen basiert.

Daher beteiligen sich die Kliniken Ostallgäu laut Kutschker auch an dem bundesweiten Protest der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die einen Inflationsausgleich für die Krankenhäuser fordert. Die DKG geht von einem kumulierten Jahresdefizit aller Krankenhäuser in Deutschland von rund zehn Milliarden Euro aus. Der unabhängige ‚Krankenhaus Rating Report‘ prognostiziert darüber hinaus, dass im kommenden Jahr über 80 Prozent der Krankenhäuser negative Betriebsergebnisse verzeichnen werden. „Wir müssen mit diesem wichtigen Protest den Druck auf die Bundespolitik aufrecht erhalten, um eine nachhaltige Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland zu erreichen“, erklärt Kutschker.

Zugleich habe er bereits Maßnahmen ergriffen, um die vorhandenen Ressourcen im Klinikverbund effektiver zu nutzen. „Wir können die Chancen, die uns unsere Kliniken und Fachpraxen bieten, sicherlich noch besser nutzen“, so Kutschker abschließend. „Dadurch lassen sich nicht zuletzt auch die Leistungen für unsere Patienten weiter steigern.“