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06.07.2023

Künstliche Intelligenz bei Herzschwäche: Herzzentrum Füssen-Außerfern forscht gemeinsam mit Universitätsklinikum Augsburg

Bei einer Kick-Off Veranstaltung erklären Vertreter beider Institutionen, wie durch das „Herzinsuffizienz-Netz-Lech“ künftig die Zusammenarbeit zwischen der Kardiologie Füssen und der Herzmedizin der Universität Augsburg intensiviert wird.

Rücken für die Herzinsuffizienz-Forschung näher zusammen (v.l.n.r.): Prof. Philipp Raake (Direktor Medizinische Klinik I Uni Augsburg), Prof. Ewaldas Girdauskas (Direktor Herz- & Thoraxchirurgie Uni Augsburg) Dr. Susanne Lederle-Kranzler (Oberärztin Medizinische Klinik Füssen Kardio Reutte), Dr. Martin Hinterseer (Chefarzt Medizinische Klinik Füssen), Prof. Dr. Wolfgang von Scheidt (Chefarzt em. Medizinische Klinik I Uni Augsburg) | © Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Rücken für die Herzinsuffizienz-Forschung näher zusammen (v.l.n.r.): Prof. Philipp Raake (Direktor Medizinische Klinik I Uni Augsburg), Prof. Ewaldas Girdauskas (Direktor Herz- & Thoraxchirurgie Uni Augsburg) Dr. Susanne Lederle-Kranzler (Oberärztin Medizinische Klinik Füssen Kardio Reutte), Dr. Martin Hinterseer (Chefarzt Medizinische Klinik Füssen), Prof. Dr. Wolfgang von Scheidt (Chefarzt em. Medizinische Klinik I Uni Augsburg)

„Wir loten gemeinsam die Chancen aus, die die Digitalisierung uns in der modernen Medizin bietet“, fasst Dr. Martin Hinterseer das Forschungsprojekt am 28. Juni 2023 im Festsaal des Benediktinerklosters in Füssen zusammen. Der Chefarzt der Füssener Kardiologie hat die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Augsburg aus der Taufe gehoben – zusammen mit Prof. Philipp Raake, dem Direktor der Medizinischen Klinik I an der Universität Augsburg sowie dessen Vorgänger, Prof. Wolfgang von Scheidt. „Wir verbinden die Stärken unserer beider Institutionen“, betont Hinterseer, „indem wir die neuesten Entwicklungen aus der universitären Medizin mit Erfahrungen aus dem Alltag von Klinikärzten und Niedergelassenen vernetzen – alles digital auf einer Plattform gebündelt.“

Wie das konkret umgesetzt wird, macht Hiterseer anhand eines Beispiels deutlich: Ein Patient mit Herzschwäche wird in der Klinik Füssen behandelt und erhält laut Hinterseer zur Nachsorge sogenannte Wearables, also digital vernetzte Geräte, die etwa verschiedene Vitalfunktionen wie den Puls oder Blutdruck aufzeichnen. Diese Daten stünden in Echtzeit sowohl der Klinik als auch dem behandelnden Hausarzt zur Verfügung, so Hinterseer weiter. „Wir können dadurch jederzeit die Therapie anpassen - etwa durch eine optimierte Medikation“, erklärt Hinterseer. „Wir können auch den Patienten einbestellen, wenn sich eine Verschlechterung der medizinischen Situation abzeichnet.“

„Bereits heute lassen sich durch diese Maßnahmen viele Notfälle vermeiden“, analysiert Prof. Philipp Raake, „und die Möglichkeiten werden durch technische Neuerungen wie künstlicher Intelligenz immer umfangreicher.“ Der Direktor der Medizinischen Klinik I an der Uni Augsburg betont, dass in kaum einem anderen Gebiet der Herzmedizin so viele Fortschritte in den vergangenen Jahren erreicht werden konnten wie in der Behandlung der Herzinsuffzienz. „Allein aufgrund der vielen Daten, die wir durch die Devices und/oder Wearables erhalten, können wir die Therapieansätze viel individueller gestalten“, so Raake weiter. „Die Reise geht immer weiter zu einer Therapie, die ganz speziell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist.“

Hierfür müssen laut Raake allerdings viele Rädchen ineinander greifen. „Enorm wichtig ist ein entsprechend geschultes Personal“, stellt der Augsburger Professor heraus. Daher sei es unabdingbar, dass alle beteiligten Institutionen fortgebildet werden. „Das geht bei uns in der Forschung am Universitätsklinikum los über die Fachärzte des Herzzentrums Füssen-Außerfern bis hin zu den Hausärzten und Apothekern“, macht Raake deutlich.