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22.09.2023

Klinikvertreter protestieren im Schulterschluss

Gemeinsam mit den Bezirkskliniken Schwaben zeigten Führungskräfte der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren bei einer Protestkundgebung der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Berlin Flagge und forderten einen schnellen Inflationsausgleich.

Sie zeigten bei der Protestkundgebung Flagge und forderten einen schnellen Inflationsausgleich: (von links) Stefan Brunhuber und Wolfram Firnhaber (Vorstände Bezirkskliniken Schwaben), Ralf Kratel (Klinik- und Pflegedienstleiter Klinik St. Josef Buchloe), Josef Streitel (Klinikleiter Klinikum Kaufbeuren), Andreas Kutschker (Vorstand Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren) und Claus Thoma (Regionalleiter Süd Bezirkskliniken). Bild: Bezirkskliniken Schwaben | © Bezirkskliniken Schwaben
Sie zeigten bei der Protestkundgebung Flagge und forderten einen schnellen Inflationsausgleich: (von links) Stefan Brunhuber und Wolfram Firnhaber (Vorstände Bezirkskliniken Schwaben), Ralf Kratel (Klinik- und Pflegedienstleiter Klinik St. Josef Buchloe), Josef Streitel (Klinikleiter Klinikum Kaufbeuren), Andreas Kutschker (Vorstand Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren) und Claus Thoma (Regionalleiter Süd Bezirkskliniken). Bild: Bezirkskliniken Schwaben

Führungskräfte der Kliniken in Kaufbeuren und im Ostallgäu sind nach Berlin gefahren, um auf die akuten Nöte ihrer Häuser hinzuweisen. Anlass war der bundesweite Protesttag „Alarmstufe Rot – Kliniken in Not“ am Mittwoch. „Wir schließen uns dem Protest an, weil wir bundesweit mehr Nachhaltigkeit bei der Finanzierung der Krankenhäuser benötigen“, betont Andreas Kutschker. Laut dem Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren brauchen die Krankenhäuser verlässliche Sicherheit: Sicherheit für Krankenhausträger, Beschäftigte, aber auch und vor allem für Patientinnen und Patienten. „Wenn politisch nicht gehandelt wird, erleben wir in ganz Deutschland einen eiskalten Strukturwandel mit Insolvenzen, Schließungen und verheerenden Auswirkungen für die medizinische Versorgung gerade in ländlichen Regionen“, erklärt der Vorstand der Kommunalunternehmens.

Alle drei Vorstände Stefan Brunhuber, Wolfram Firnhaber und Prof. Dr. Alkomiet Hasan sowie die vier Regionalleiter der Bezirkskliniken Schwaben (unter anderem mit dem für den Standort Kaufbeuren zuständigen Claus Thoma) nahmen ebenfalls an der Protestkundgebung am Brandenburger Tor teil. Zu den Bezirkskliniken Schwaben gehören das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren und die Günztalklinik Allgäu. Vorstandsvorsitzender Brunhuber: „Wir fordern, dass die Kostensteigerungen in 2024 und den Folgejahren ausgeglichen werden, und eine verlässliche Unternehmensplanung, um die Zukunft der Kliniken zu sichern.“ Dass es eine Reform im Krankenhauswesen geben müsse, sei unstrittig, aber das „Wie“ passe nicht. Brunhuber verwies auf eine alarmierende Zahl: Allein in diesem Jahr habe es bereits 50 Insolvenzen von Kliniken in Deutschland gegeben.

Die Führungskräfte betonten, dass man auch deshalb die Reise nach Berlin angetreten sei,  um sich für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzusetzen, die vor Ort die Stellung halten. Wie berichtet, fanden an einigen Klinikstandorten lokale Aktionen statt. Die gemeinsame Teilnahme an der Protestaktion in Berlin erfolge im Schulterschluss der Kliniken im Landkreis Ostallgäu, stellten Kutschker und Brunhuber einhellig fest.