Bei der diesjährigen Jahrestagung der Bayerisch-Schwäbischen Viszeralmediziner im Klinikum Kaufbeuren standen aktuelle Entwicklungen in der Darmkrebsbehandlung im Mittelpunkt. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Zusammenarbeit zwischen Chirurgie und Innerer Medizin – ein Ansatz, der in der modernen Krebsmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Expertinnen und Experten diskutierten neue Therapiekonzepte, etwa kombinierte Vorbehandlungen mit Chemo- und Strahlentherapie, moderne Immuntherapien sowie Strategien für genetisch veränderte oder fortgeschrittene Tumoren. Neben verständlichen Fachvorträgen boten Fallbeispiele aus dem Klinikalltag praxisnahe Einblicke.
Organisiert wurde die Tagung von Professor (Prof.) Stefan Maier, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, sowie Prof. Helmut Diepolder, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Kaufbeuren. Die beiden Gastgeber konnten renommierte Fachleute aus Bayerisch-Schwaben und darüber hinaus begrüßen – ein deutliches Zeichen für die überregionale Bedeutung der Veranstaltung.
Ein zukunftsweisender Programmpunkt war der Vortrag von Prof. Katharina Beyer, die ab Juli die Leitung der Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg übernimmt. Ihr Auftritt zeigte, wie wichtig der fachliche Austausch zwischen universitärer Forschung und der Praxis in regionalen Kliniken ist.
Zum Abschluss wurde Prof. Matthias Anthuber, langjähriger Chefarzt in Augsburg, mit großer Wertschätzung verabschiedet. In einer sehr persönlichen Rede appellierte er an die junge Ärztegeneration, sich ihre Begeisterung für den Beruf zu bewahren – und wurde mit stehenden Ovationen geehrt.