„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung unseres Gefäßzentrums. Sie ist ein starkes Signal für die Qualität unserer Arbeit und die hervorragende Leistung aller beteiligten Beschäftigten“, betont Dr. Ute Dammer. Laut der Leiterin des Gefäßzentrums Kaufbeuren sorgt das interdisziplinäre Team für eine umfassende Betreuung von der Diagnosestellung über die Behandlung bis zur Nachsorge.
Die Prüfung durch die DGG umfasst strenge Kriterien zu Behandlungsqualität, interdisziplinärer Zusammenarbeit und Patientensicherheit. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung bestätigt das Gefäßzentrum Kaufbeuren, dass es auch langfristig höchste Standards erfüllt.
Ein Schwerpunkt des Gefäßzentrums liegt laut Dammer auf der Behandlung der Gefäßverkalkung. Arteriosklerose, so der medizinische Fachbegriff, ist einer der häufigsten Volkskrankheiten überhaupt. „Durch Diagnostikverfahren mit modernen Geräten wie Duplexsonographie, CT- oder MR-Angiographie können Engstellen und Verschlüsse frühzeitig erkannt werden“, so die Chefärztin für Gefäßchirurgie am Klinikum Kaufbeuren.
Die Therapie erfolgt je nach Ausprägung der Erkrankung konservativ, minimalinvasiv oder operativ. „Unser Ziel ist es immer, die Durchblutung mit so geringen Eingriffen wie möglich wiederherzustellen“, erklärt Dammer. „So lindern wir Beschwerden und verhindern Folgeschäden wie Schlaganfall oder Amputation.“
„Eine besonders schonende Behandlung ist durch die neue Shockwave-Technologie möglich“, hebt die Gefäßchirurgin hervor. „Hier werden die Verkalkungen der Gefäßwände mit gezielten Schallimpulsen auflockert, ganz ohne Operation.“ Die Behandlung dauert laut Dammer nur wenige Minuten und kann sehr wirksam verhindern, dass größere Eingriffe nötig sind.
Darüber hinaus bietet das Zentrum ein breites Spektrum an weiteren modernen Verfahren – von der hochauflösenden Gefäßdiagnostik über endovaskuläre Eingriffe bis hin zu komplexen gefäßchirurgischen Operationen. Dazu gehören unter anderem die Behandlung von Verengungen der Halsschlagader, Operationen bei Aortenaneurysmen, Krampfader- und Venentherapie sowie die stadiengerechte Wundversorgung bei diabetischem Fußsyndrom oder chronischen Beinwunden.
Auch die Anlage von Dialysezugängen und Portsystemen gehört zum Angebot. Dank der engen Zusammenarbeit mit Radiologie, Kardiologie, Neurologie, Anästhesie und Wundzentrum werden alle Fälle interdisziplinär besprochen und individuell behandelt.