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24.03.2021

Verdachtsfälle schneller und genauer diagnostizieren

Dr. Wolfgang Wistuba ist der neue, leitende Oberarzt der Gastroenterologie an der Klinik St. Josef Buchloe. Er verrät, welche generellen Vorteile und baldige Untersuchungsmöglichkeiten Patient*innen in diesem Bereich der Inneren Medizin in Buchloe haben.

Dr. Wolfgang Wistuba ist neuer Leitender Oberarzt der Gastroenterologie an der Klinik St. Josef Buchloe

„Wir freuen uns mit Herrn Dr. Wistuba einen leitenden Oberarzt im Team zu haben der gemeinsam mit uns an der Weiterentwicklung des Hauses mitarbeitet. Wir bieten der Bevölkerung eine Klinik, die kompetent und herzlich die Patienten der Region versorgt“, sagt Vorstand Ute A. Sperling. Seit Februar ist Dr. Wolfgang Wistuba als leitender Oberarzt und Bereichsleitung der Gastroenterologie in Buchloe tätig – doch er ist kein ganz neues Gesicht im Klinikverbund, denn zehn Jahre war er bereits am Klinikum Kaufbeuren tätig. „Dort habe ich in der Abteilung von Prof. Dr. Helmut Diepolder meine beiden Fachärzte gemacht und mein endoskopisches Rüstzeug geschärft“, erzählt der Internist und Gastroenterologe. Nachdem er einen „kleinen Ausflug“ in eine andere Klinik gemacht hat ist er nun zurück in der Klinik St. Josef Buchloe und freut sich, denn „Ich kenne sowohl die Belegschaft als auch die Prozesse. Ich schätze die Kollegen sehr und umgekehrt, man weiß einfach wie der andere arbeitet und unterstützt sich gerne gegenseitig. Das gilt auch für die exzellente und enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Kaufbeuren.“

Der Vorteil für die Patienten an den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren ist, dass die drei Häuser auf ihr gemeinsames Versorgungsspektrum und ihre spezialisierten Zentren in Kaufbeuren zugreifen können. „Wir endoskopieren in Buchloe sehr viel, aber haben natürlich eine kleinere Abteilung sowie ein kleineres Behandlungsspektrum als in Kaufbeuren. Da gibt es sicherlich mal einen seltenen Befund, wo wir hier vor Ort nicht weiterkommen. Wir besprechen dann den Fall medizinisch, d. h. mit der Gastroenterologie und/oder den Bauchchirurgen in Kaufbeuren und können dann gleich entscheiden, ob der Patient von uns weiter versorgt werden kann, sich im Verlauf in Kaufbeuren vorstellt oder auch, ob er rasch verlegt werden muss“, so Wistuba. „Eine dringende Verlegung verläuft im Interesse vom Patienten zeitnah, reibungslos und heimatnah.“ Der Chefarzt der Inneren Medizin in Buchloe Dr. Sascha Chmiel ergänzt „Wir haben mit Kaufbeuren einen starken Partner in der Region, da gibt es nur ganz wenige Ausnahmen, die wir im Verbund nicht behandeln können.“ Manche Patienten bevorzugen außerdem die persönliche Note im Buchloer Krankenhaus und haben zugleich die Vorzüge der Leistungskompetenz des Klinikverbunds. So gibt es die gelebte Zusammenarbeit zwischen den Kliniken zum Beispiel im wöchentlichen, interdisziplinären Tumorboard. Vom Internisten, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen bis hin zum Radiologen und Pathologen sitzen alle entscheidenden Disziplinen beieinander, um einen Tumorpatienten optimal zu behandeln. „Entsprechende Fälle aus Buchloe kann ich in dieser großen und sehr kompetenten Runde besprechen und gehe dann am Ende mit einer Behandlungsempfehlung auf meinen Patienten zu“, so der Gastroenterologe.

Doch zurück nach Buchloe – stehen dort weitere Veränderungen in diesem Bereich an? „Wir bieten in der Inneren Medizin schon immer ein sehr breites und gutes Spektrum an. Was wir in diesem Jahr in Buchloe einführen möchten sind weitere, speziell gastroenterologische Untersuchungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Endosonografie. Hier können wir während einer Magen- oder Darmspiegelung auch eine Ultraschalluntersuchung von innen machen“, so Wistuba. Dadurch dass die Sonde näher an die Organe um den Verdauungstrakt herangeführt werden kann, lassen sich genauere und detaillierte Diagnosen von unklaren oder verdächtigen Strukturen stellen. Während der Untersuchung können auch mit geringem Aufwand und Komplikationsrisiko Proben entnommen werden.

„Daneben werden wir in 2021 noch Untersuchungen mit einem neuen Ultraschallgerät mit Kontrastmittelsonographie anbieten. Eine solche risikoarme Diagnostik der Leber kennt man überwiegend aus den größeren Zentren“, erklärt der leitende Oberarzt weiter. Dabei unterscheidet sich das Kontrastmittel grundsätzlich von anderen (wie z. B. beim CT) und enthält sogenannte Mikrobläschen durch welche die Durchblutung der Organe präzise und in Echtzeit dargestellt werden kann. „So können unklare Befunde weiter abgeklärt werden. Besonders für die Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Lebertumoren ist diese Methode geeignet, eine Leberpunktion zu verhindern.“ Musste man als Patient bisher zur ausführlichen Diagnostik erst in den Kernspintomographen, kann ein Verdacht nun sofort und direkt während der laufenden Ultraschalluntersuchung abgeklärt werden.

Mit einer weiteren Funktion, der sogenannten Elastografie, kann man in einem Untersuchungsgang verschiedene Krankheitsstadien der Leber oder unklare Leberwerterhöhungen detailliert herausarbeiten und in ihrem Verlauf dokumentieren. „Von der gesunden bis zur ganz kranken oder bereits zirrhotischen Leber gibt es viele Stadien, welche sich mit einem normalen Ultraschall nicht immer genau definieren lassen. Die Patienten profitieren von dieser nicht-invasiven und frühzeitigen Erkennung – denn so können noch Maßnahmen ergriffen werden, bevor die Leber deutlich geschädigt wird bzw. zirrhotisch wird. Auch hier ist dann oft eine Probenahme aus der Leber entbehrlich.“

Der Spezialist empfiehlt außerdem: „Egal ob man zunehmende Schluckbeschwerden, Änderungen der Stuhlgewohnheiten, plötzliche Leberwerterhöhungen, unklaren Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl hat – nehmen Sie diese Warnsymptome der Gastroenterologie ernst und schieben Sie einen Arzt- oder Klinikbesuch nicht auf.“