„Die wichtigste Entwicklung ist sicherlich, dass Brusttumore immer individueller betrachtet und behandelt werden“, hebt Dr. Bodil Ipsen die aktuelle Entwicklung der Therapieforschung hervor. „Therapien werden auf die Tumorbiologie, die Ausdehnung, das Therapieansprechen und auf die Präferenzen der Patientin angepasst hierdurch lässt sich sowohl das Überleben, als auch die Lebensqualität verbessern“, erklärt die Leiterin des Brustkrebszentrums Kaufbeuren anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober.
Für Ipsen ist die Umsetzung der neue Leitlinie am Klinikum Kaufbeuren problemlos möglich. „Wir haben viele der nun niedergeschriebenen Neuerungen ohnehin schon vorher so gehandhabt“, betont die leitende Oberärztin im Team von Chefärztin PD Dr. Enikö Berkes und nennt als Beispiel die Reduzierung von Operationen in der Achselhöhle. „Wir operieren inzwischen deutlich seltener und weniger ausgedehnt in der Achselhöhle, als wir es noch vor einigen Jahren gemacht haben. Dies führt zu einer deutlichen Verringerung der Lymphödeme und Einschränkungen in der Armbeweglichkeit, welche wir bei heute operierten Patientinnen kaum noch sehen.“, stellt Ipsen klar.
Auch die neu entwickelten Medikamente der letzten Jahre, welche gezielt bei bestimmten Tumorarten wirken, werden zunehmend im Brustkrebszentrum Kaufbeuren empfohlen und eingesetzt.
„Die neue Leitlinie bestätigt das, was wir im Brustkrebszentrum Kaufbeuren leben: individueller Behandeln um Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten“ fassen Ipsen und Chefärztin Berkes gemeinsam zusammen.
Mehr Informationen zur Gynäkologie und Geburtshilfe der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren