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31.08.2020

Was Rheumapatienten in Zeiten von Corona wissen sollten

Menschen mit aktivem Rheuma sind infektanfällig und sollten sich daher sehr konsequent mit den empfohlenen Maßnahmen des RKI vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen. Chefarzt und Rheumaspezialist Dr. Artur Schleich verfügt über eine mehr als 30-jährige Erfahrung bei der Behandlung von Rheumapatienten und klärt auf:

Ca. drei bis vier Prozent der Bevölkerung leiden an entzündlich-rheumatischen
Beschwerden. Durch die notwendige Medikation sind Rheumapatienten
generell geschwächter in ihrem Abwehrsystem. Viele von ihnen waren und
sind deshalb verunsichert und fragen sich, wie sie sich richtig verhalten
sollen. „Bloß nicht die Medikamente eigenmächtig absetzen“ sagt der Chefarzt
der Rheumatologie der Klinik St. Josef Buchloe, der sich längst einen Namen in
der Region und darüber hinaus gemacht hat. „Dafür gibt es bislang keinerlei
Grundlage. Im Gegenteil: wenn ein Krankheitsschub auftritt und höhere Dosen
von Cortison erforderlich sind, ist das Infektionsrisiko höher als unter der
alten Medikation, dies ist vielen nicht bewusst.“


Auch die deutsche Gesellschaft für Rheumatologie gibt bei ihren neuesten
Empfehlungen weitgehend Entwarnung: Rheumapatienten haben, den bisher
zusammengetragenen Daten zufolge, kein erhöhtes Risiko sich mit SARS-CoV-
2 anzustecken bzw. bei Infektion keinen wesentlich schwereren Verlauf zu
erwarten.


„Wichtig ist, dass sich Rheumapatienten, ganz besonders, an die allgemeinen
Hygienemaßnahmen wie Abstand halten, Mundschutz tragen und Hände
desinfizieren halten“ betont Dr. Schleich. „Eine Änderung der Medikation
sollte, wenn überhaupt, nur in Absprache mit dem Rheumatologen passieren“.


Auch in Zeiten von Corona, wo ambulante Termine reduzierter stattfinden
müssen, wird kein Patient an der Klinik St. Josef in Buchloe abgewiesen. „Wir
kämpfen weiter dafür unsere Patienten auch in diesen Zeiten optimal zu
versorgen“, so der Chefarzt „leider kann coronabedingt nicht jeder Kontakt
persönlich stattfinden, doch dafür telefonieren wir viel mehr mit unseren
Patienten. Unser Herzstück bleibt natürlich die Kombination aus der
stationären und ambulanten Versorgung“. Dies macht die Fachabteilung für
Rheumatologie in Buchloe einzigartig im Allgäu. Denn rund fünf Prozent aller
Rheumaerkrankten sind so schwer betroffen, dass sie immer wieder im
Krankenhaus behandelt werden müssen. In Buchloe erfährt der Patient eine
kompetente, ambulante Nachsorge durch den gleichen Arzt, was ein
besonderes Vertrauensverhältnis möglich macht.

Behandelt wird, ambulant wie stationär, individuell mit modernster
Therapeutika. Um bestmögliche Behandlungsergebnisse zu erzielen, arbeitet
die Fachabteilung darüber hinaus eng mit der physiotherapeutischen
Abteilung im Hause zusammen.