Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung
Kaufbeuren (az) | 20.08.2010
Entlassmanagement in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren selbstverständlich.
Sozialarbeiterinnen und Überleitungsschwestern kümmern
sich darum, wie’s nach dem Krankenhaus weitergeht.
Den Patienten im Krankenhaus erstklassige Medizin angedeihen zu lassen,
ist die eine Sache. Immer öfter jedoch, auch bedingt durch die
kürzeren Liegezeiten, stellt sich die Frage – wie geht’s
nach dem Krankenhaus weiter. Seit fast 20 Jahren betreiben die Kliniken
Ostallgäu-Kaufbeuren ein ausgefeiltes Entlassmanagement.
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Sozialpädagoginnen
und Überleitungsschwestern kümmern sich noch während
des Krankenhausaufenthaltes darum, ob der Patient zuhause ausreichend
versorgt werden kann, ob er eventuell eine Reha-Maßnahme
benötigt oder ob unter Umständen auch eine stationäre
Versorgung wie z.B. Pflegeheim notwendig wird. All diese Fragen
klärt die Sozialberatung des jeweiligen Hauses, um die
nahtlose Weiterversorgung der Patienten sicher zu stellen.
„Um
einen adäquaten Hilfeplan für den jeweiligen Patienten
zu finden, bemühen wir uns um genaueste Informationen zur
individuellen Situation des betreffenden Patienten“, erläutert
Barbara Schneider, Dipl.-Sozialpädagogin am Klinikum Kaufbeuren.
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Manchmal müsse regelrecht Recherchearbeit geleistet werden, um
eine fundierte Sozialanamnese zu erhalten. Hier sei die gute Zusammenarbeit
mit den am Patienten arbeitenden Abteilungen nötig, aber auch die
Offenheit von Angehörigen und Nachbarn, um schließlich die
bestmögliche Beratung angedeihen zu lassen.
„Das
Selbstbestimmungsrecht des Patienten steht für uns immer an oberster
Stelle“, so Barbara Schneider, „wir beraten neutral, trägerübergreifend,
zeitnah und vor allem nach dem Bedarf und den Vorstellungen des Patienten
unter der Berücksichtigung vorhandener Strukturen und Möglichkeiten.
Wir entscheiden nichts über den Kopf des Patienten hinweg.“
Häufig sei sehr viel Fingerspitzengefühl notwendig. Gerade,
wenn die Angehörigen sehr alt sind und die Betreuung oder Pflege
des Patienten nicht mehr in ausreichendem Maße leisten können,
sind mitunter lange und einfühlsame Gespräche mit den betreuenden
Angehörigen nötig.
Welch wichtigen
Stellenwert das Entlassmanagement tatsächlich einnimmt und wie
dringend Hilfsangebote benötigt werden, zeigen die stets steigenden
Patientenzahlen. Immerhin um etwa 1100 Patienten auf 2500 Patienten
pro Jahr hat sich die Zahl der Ratsuchenden allein im Klinikum Kaufbeuren
nahezu verdoppelt. Ein Ende der steigenden Zahlen ist nicht in Sicht.
Zum einen werden die Menschen immer älter und damit pflegebedürftiger.
Zum anderen produziert die kürzere Liegedauer einen höheren
Pflegeaufwand nach dem Krankenhausaufenthalt. „Gott sei Dank sind
wir sehr gut organisiert“, so Eva-Maria von Blon, ebenfalls Dipl-Soz.-Pädagogin
am Klinikum Kaufbeuren, „so dass wir trotz steigender Patientenzahlen
und der damit vermehrt einhergehenden Büroarbeit so viel Zeit wie
möglich in die persönlichen Gespräche mit den Patienten
und ihren Angehörigen investieren können.“
Pressekontakt:
Roswitha Martin-Wiedemann
Public Relations
Kliniken Ostallgäu - Kaufbeuren
Dr.-Gutermann-Str. 2
87600 Kaufbeuren
Tel: 08341-42-3050
Fax: 08341-42-953050-1