Begeisterte PJ-Studenten, engagierte Ausbilder!

15.07.2017, Klinikum Kaufbeuren
Ärztenachwuchs wird im Klinikum Kaufbeuren auf hohem Niveau auf späteren Beruf vorbereitet

Guten ärztlichen Nachwuchs zu bekommen wird immer schwieriger. Das liegt zum einen daran, dass mit dem demografischen Wandel der Bedarf an Ärzten gestiegen ist, gleichzeitig aber die Medizinstudienplätze limitiert sind und dadurch schlicht zu wenig Ärzte ausgebildet werden. Andererseits wird die Medizin immer weiblicher und da liegt es in der Natur der Sache, dass ein gewisser Prozentsatz junger Ärztinnen im Hinblick auf Familienplanung frühzeitig wieder aussteigt, bzw. nach der Babypause nur noch in Teilzeit tätig sein möchte.  

Seit 2012 ist das Klinikum Kaufbeuren Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilian-Universität in München und bildet seither pro Tertial bis zu sieben Studenten im Praktischen Jahr aus. Zwei Plätze hierfür werden in der Inneren Medizin angeboten, zwei Plätze in der Chirurgie, zwei Plätze in der Anästhesie und 1 Platz in der Neurologie. Seit 2016 kommt noch die Kinderklinik Kaufbeuren als Lehrabteilung der Universität Innsbruck hinzu und bietet ebenfalls Studenten die Möglichkeit der praktischen Ausbildung.

„Mal abgesehen davon, dass meine Chefarztkollegen und ich viel Spaß und Freude an der Ausbildung junger angehender Ärzte haben, ist es natürlich ein großer Vorteil für uns, auf diese Weise für unseren Klinikverbund Ärztenachwuchs zu gewinnen“, erläutert PD Dr. Marcus Koller, Chefarzt der Kardiologie und PJ-Verantwortlicher im Klinikum Kaufbeuren. Ihm allein seien etwa fünf ehemalige PJler im Gedächtnis, die nach ihrem Praktischen Jahr im Klinikum Kaufbeuren, dem anschließend abgelegten 3. Staatsexamen und der erfolgten Approbation als Assistenzarzt ins Klinikum Kaufbeuren zurückgekehrt sind. Das spricht für das Haus, die Ausbildung und die Atmosphäre in den Ärzteteams. PJler Benjamin Ehle jedenfalls ist total begeistert: „Es könnte nicht besser sein“, schwärmt der angehende Arzt. Auch seinen vier PJ-Kollegen gefalle es ausnehmend gut im Klinikum Kaufbeuren. Ehle verbringt insgesamt 4 Monate seines Praktischen Jahres in Kaufbeuren. Er wird viel aus seiner Zeit hier mitnehmen können: „Man lernt hier unglaublich viel“ , so Ehle zufrieden. Die gesamte Ärztemannschaft sei hinterher, dass die „Nochstudenten“ so viel wie möglich von ihrem praktischen Jahr profitierten. „Man wird sogar extra angerufen, wenn es interessante Fälle gibt“, so Ehle. Das kenne er aus der Uni so nicht. Bei Dr. Koller sei er beispielsweise auch  immer in die Frühbesprechung miteinbezogen worden.

„Seit diesem Jahr bieten wir unseren Studenten einmal in der Woche zusätzlichen, speziellen Unterricht an, meist durch die Chefärzte persönlich, an dem sich alle Fachabteilungen des Klinikums beteiligen.“, ergänzt Koller. Noch kein einziges Mal habe dieser Unterricht ausfallen müssen, ist Koller stolz. Auch das unterscheide von einer „Ausbildungsfabrik“ Universität. Daran erkenne man, dass  alle Ärzte die Ausbildung ihrer jungen angehenden Kollegen richtig ernst nähmen: „Ich bin total begeistert, wie engagiert auch unsere Oberärzte und Assistenzärzte ihr Wissen weitervermitteln!“, so der Chefarzt.

Größter Vorteil für die Ausbildung junger Ärzte sei darüber hinaus natürlich das extrem breite Spektrum an Erkrankungen, das man bei einem Schwerpunktversorger wie Kaufbeuren zu Gesicht bekomme: „In den meisten Uni-Kliniken findet man sehr spezialisierte Abteilungen“, erläutert Koller. Man habe dann vielleicht zwar Gelegenheit, Herztransplantationen beizuwohnen, könne unter Umständen aber keine alltäglich vorkommende Lungenentzündung diagnostizieren, so Koller. „In einem Krankenhaus wie Großhadern sieht man seltene Sachen häufig und häufige Sachen selten“, bringt es Ehle auf den Punkt. Hier hingegen finde man ein Abbild der Wirklichkeit. Vor allen Dingen stünden PJler im Klinikum Kaufbeuren in der 1. Reihe und nicht in der dritten, wie es an Unikliniken keine Seltenheit sei.

Alles in allem Engagement, das die PJler spüren und zu schätzen wissen:  „Es ist hier viel familiärer und praxisbezogener“, fasst Ehle zusammen. „Ich jedenfalls kann das Klinikum Kaufbeuren für die Absolvierung des Praktischen Jahres nur weiterempfehlen!“, so Ehle. Seine Begeisterung für das Haus ist deutlich spürbar.

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