Neues Leben mit neuem Sprunggelenk

05.10.2015, Klinikum Kaufbeuren
Leitender Oberarzt Dr. Dietmar Thomas implantiert auch künstliche Sprunggelenke im zertifizierten Endoprothetikzentrum Kaufbeuren

Spätestens wenn die Lebensqualität durch Schmerzen  und  Funktionsverlust eines abgenützten Gelenks deutlich eingeschränkt ist, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden. Während bei Hüft-, Knie- und Schultergelenken die Versorgung mit einem Kunstgelenk mittlerweile zur Selbstverständlichkeit gehört, wird die Implantation einer Sprunggelenksprothese deutlich seltener durchgeführt. Dabei zählen Sprunggelenksverletzungen zu den häufigsten Gelenksverletzungen überhaupt. Nach komplizierten Brüchen mit entsprechendem Knorpelschaden können Patienten eine posttraumatische Arthrose entwickeln. Ein Gelenkverschleiß kann im Sprunggelenk aber auch aufgrund anderer Ursachen wie z.B. der rheumatoiden Arthritis entstehen.

Als einer von wenigen Ärzten im Ostallgäu implantiert der leitende Oberarzt im zertifizierten Endoprothetikzentrum Kaufbeuren Dr. Dietmar Thomas auch künstliche Sprunggelenke. „Leider werden fortgeschrittene Arthrosen im Sprunggelenk noch heute relativ selten durch eine Endoprothese behandelt“, erklärt Thomas. Die Zurückhaltung gegenüber Sprunggelenksprothesen sei mit dadurch begründet, dass die ersten Implantationen nicht die gewünschten Resultate erbrachten. Mittlerweile lägen aber bereits jahrelange positive Erfahrungen vor, die die Vorteile gegenüber einer Versteifungsoperation belegen würden. „Dennoch gibt es nach wie vor Fälle, bei denen eine Arthrodese (Versteifungsoperation) sinnvoller erscheint, die wir dann nach sorgfältiger Abwägung auch durchführen. Die Entwicklung neuer Sprungelenksimplantate und schonender Operationstechniken haben die Ergebnisse der Prothetik aber deutlich verbessert“, so Thomas.

„An unserer Klinik verwenden wir eine Prothese der neuesten Generation, die zementfrei implantiert wird.“, erläutert der Chirurg.  Natürlich kommen den Patienten die hohen Qualitätsansprüche und die Erfahrung im zertifizierten Endoprothetikzentrum sehr zugute. Selbstverständlich würde auch vor einer Sprunggelenksprothesenimplantation neben der ausführlichen Beratung der Patienten eine genaue Abklärung mit Achsvermessungsaufnahme und Computertomografie sowie eine exakte computergestütze Operationsplanung durchgeführt.  Nach der Operation bekommt der Patient einen Spezialschuh, der für nur sechs Wochen die Bewegung einschränkt, bis die Prothese knöchern völlig eingewachsen ist.  Dann geht’s zur Reha, um wieder die volle Beweglichkeit unter zunehmender Belastung herzustellen. „Die meisten Patienten fühlen sich im Anschluss wie neu geboren, wenn sie ihre oft jahrelangen Schmerzen los sind.“, weiß Thomas aus Erfahrung.

 

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