Jetzt auch ERCP in der Klinik St. Josef

30.04.2015, Haus St. Josef Buchloe
Ab sofort ist die ERCP-Untersuchung (endoskopische retrograde Cholangiopankreatografie) auch in der Klinik St. Josef möglich. Es handelt sich hierbei um eine Untersuchung, mit der sich krankhafte Veränderungen der Gallengänge, der Gallenblase und des Bauchspeicheldrüsengangs feststellen lassen. Mit der ERCP können mithilfe eines Kontrastmittels Engstellen der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge, die durch Entzündungen, Gallensteine oder Tumoren hervorgerufen wurden, unter Durchleuchtung sichtbar gemacht werden.

Bei Verdacht auf bösartige Veränderungen können Gewebeproben entnommen, bei Abflussbehinderungen Stents gesetzt und evtl. vorhandene Gallensteine im Gallengang noch während der Untersuchung entfernt werden. Bislang musste Chefarzt Dr. Peter Meyer hierfür mit seinen Patienten ins Klinikum Kaufbeuren fahren. Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins, der immerhin die Hälfte der Summe des 18.000 Euro teuren Gerätes  übernommen hat, konnte nun für das Krankenhaus St. Josef ein eigenes hochmodernes Duodenoskop für ERCP-Untersuchungen angeschafft werden.

„Sowohl zur Diagnostik als auch zur Therapie ist die ERCP- Untersuchung eine hervorragende Alternative zu einer belastenden Operation “, informiert  Chefarzt Dr. Peter Meyer. Insbesondere bei Steinen im Gallengang sei dies die Behandlungsmethode der Wahl. Allerdings handle es sich um eine sehr anspruchsvolle und zeitaufwändige Untersuchung, für die es viel Erfahrung und besonders viel Fingerspitzengefühl brauche, informiert Meyer. Er selbst verfüge über langjährige Erfahrung in dieser Untersuchungs- und Behandlungsmethode, für die der Patient in der Regel zwei Tage im Krankenhaus verbringen muss. Von der Untersuchung selbst bekommt der Patient nur wenig mit. Lediglich das Schlucken des Endoskops zu Beginn der Untersuchung wird von den Patienten als ein wenig unangenehm empfunden. Für die eigentliche Untersuchung und Behandlung bekommt der Patient eine leichte Kurznarkose.

„Ich freue mich natürlich sehr, dass wir dieses spezialisierte Verfahren dank unseres Fördervereins nun auch in der Klinik St. Josef anbieten können“, so Meyer. Dies stelle eine hervorragende Ergänzung zur minimalmalinvasiven Gallenblasenentfernung dar, wie sie in der Klinik St. Josef schon seit langem durchgeführt wird.

 

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