Kinderklinik ist Lehrabteilung der Uni Innsbruck

17.04.2015, Klinikum Kaufbeuren
Jetzt ist es amtlich. Die Kinderklinik Kaufbeuren unter Leitung von Chefarzt PD Dr. Markus Rauchenzauner ist Lehrabteilung der Universität Innsbruck. Damit hat der rührige Kindermediziner bereits das erste große Ziel realisiert, das bei seinem Amtsantritt im vergangenen August zu seinen Visionen für die Kinderklinik Kaufbeuren zählte.

„Ich bin außerordentlich stolz über diese Qualitätsbestätigung für unsere Arbeit hier in der Kinderklinik Kaufbeuren“, so Rauchenzauner erfreut. Denn das Erreichen dieses Status sei ein Qualitätsmerkmal, an das hohe Anforderungen gestellt sind. „Grundvoraussetzung für den Erhalt ist der Nachweis über die Qualität der Ausbildung junger Ärzte.“, so Rauchenzauner. Daran seien strenge Maßstäbe geknüpft.  Man müsse die Stationsabläufe an den Lehrauftrag anpassen , Lehrvisiten abhalten, sog. Bedside-Teaching (Lehren am Krankenbett)  durchführen, regelmäßige inter- und intradisziplinäre Fortbildungen anbieten, einen Nachweis über regelmäßige regionale, nationale und internationale Fortbildungs- und Vortragsveranstaltungen erbringen und an laufenden Forschungsprojekten teilnehmen. Und dann seien da auch noch strukturelle Anforderungen zu erfüllen wie studentengerechter Arbeitsplatz, Lernmöglichkeit mit vorhandener Bibliothek und natürlich günstige Wohnmöglichkeiten direkt am Krankenhaus.

„Die Tatsache, dass das Klinikum Kaufbeuren bereits Lehrkrankenhaus der LMU München ist, hat den Vorgang natürlich beschleunigt“, so Rauchenzauner. Dennoch wurden alle Angaben vom Rektorat gründlich geprüft, bevor über die Verleihung des Status entschieden wurde. „Die ersten Studenten famulieren bereits bei uns“, freut sich Rauchenzauner, der selbst regelmäßig Vorlesungen an der Universität Innsbruck hält und sich Forschung und Lehre mit seinen Spezialgebieten Diabetologie und Neuropädiatrie sehr verbunden und verpflichtet fühlt.  Auch die ersten Medizinstudenten, die in Kaufbeuren ihr Praktisches Jahr ableisten wollen, seien bereits angemeldet, so der beliebte Chefarzt.  „Neben der hohen Auszeichnung, die dieser Status für die Kinderklinik Kaufbeuren bedeutet, hat das Ganze aber auch noch einen weiteren wichtigen Aspekt“, erläutert Rauchenzauner. Man könne auf diese Weise auch ärztlichen Nachwuchs für das Ostallgäu gewinnen, ist Rauchenzauner überzeugt.

Gerade in Zeiten, in denen intensiv über die Qualität von Kliniken diskutiert wird, freut sich Dr. Philipp Ostwald natürlich ganz besonders über diesen Qualitätsnachweis. „Der Status einer Lehrabteilung kommt quasi einer strengen Zertifizierung gleich“, so der Klinikenvorstand. „Dass wir darüber hinaus auf diese Weise neben der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Klinik Füssen ein weiteres Mal eine enge Kooperation mit dem benachbarten Österreich pflegen, setzt zukunftsweisende Zeichen. Ich bin jedenfalls stolz auf die Mannschaft in der Pädiatrie“, so Ostwald.

Zur Person:

Priv.-Doz. Dr. med. Markus Rauchenzauner studierte an der Uni in Innsbruck Medizin, legte seinen Facharzt in Allgemeinmedizin ab und bildete sich dann an der Uniklinik in Innsbruck weiter zum Facharzt für Pädiatrie. 2010 Habilitation in Neuropädiatrie, dann Tätigkeit im Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche in Vogtareuth. Mit einem Weiterbildungsstipendium der Deutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie wechselte Rauchenzauner an die Uniklinik Freiburg mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen. Wieder zurück in Vogtareuth, holte ihn schließlich das akademische Lehrkrankenhaus Zams als stv. Chefarzt in die dortige Kinderabteilung, seine letzte Station vor Kaufbeuren. Seit August 2014 leitet Rauchenzauner als Chefarzt die Kinderklinik Kaufbeuren.

 

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